accademiaconcordiPalazzo dell’Accademia dei Concordi (Palast der Akademie “dei Concordi”)
Der Palast, der 1814 fertiggestellt wurde, ist einer der wichtigsten Bauwerke des Architekten aus Rovigo Sante Baseggio. Er enthält verschiedene Skulpturen und Monumente, wie z.B. das Monument zur Erinnerung an Giovanni Miani, das 1877 von G.Soranzo gemeißelt wurde und die Büste von Garibaldi, die von P.Carletti im Jahr 1884 geschaffen wurde. Der Palast ist Sitz der Akademie “dei Concordi”, einem kulturellen Institut, das um das Jahr 1580 vom Graf Gaspare Campo gegründet worden ist. Es ist aber vor allem eine wertvolle Gemäldegalerie (die heute im Palast Roverella aufbewahrt wird) und einer sehr reichhaltigen Bibliothek. Die Bibliothek der Akademie “dei Concordi” hat über 250.000 Bände, Broschüren und Inkunabeln in ihrem Besitz, unter denen einige seltene Stücke sind.  Unter den Bilderhandschriften ist die Bibel “Istoriata Padovana” aus dem 14.Jh und “La confutazione del Cristianesimo” (Die Widerlegung des Christentums”) des Rabbiners Giuseppe Albo aus dem 15.Jh. (Piazza V. Emanuele II, 14 – Rovigo)

 

 

cameracommerciocaffeborsaPalazzo Pretorio, sede della Camera di Commercio (Der Palast des Amtsgerichtes, Sitz der Handelskammer)
Der antike Palast wurde Ende des 14.Jh als Wohnsitz des venetianischen Bürgermeisters erbaut. Angeschlossen waren die Verwaltungs- und Gerichtsbüros der Regierung des Polesines. Das Gebäude erlebte im Laufe der Jahrhunderte vielfache Veränderungen und Erweiterungen, im 16.Jh war es sogar mit einem großen Tor ausgestattet, das zu einem großen Innenhof führte. Im Inneren sind, neben den Privaträumen und dem Büro des Bürgermeisters, Säle für den Rat und ein Foltergefängnis, das mit einem Flaschenzug ausgestattet war, um die zu verhörenden Gefangenen daran aufzuhängen. Mit dem Fall der Republik Venedig verlor der Palast an Prestige und wurde unter der österreichischen Herrschaft “Imperial Regio Tribunale” (Kaiserliches Regionaltribunal ) mit angeschlossenem Gefängnis, das bis 1857 aktiv war. Der Einzug der Handelkammer, der um die Hälfte des 18.Jh stattfand, erforderte schließlich einen Umbau des Erdgeschosses, mit Neuanordung der Räumlichkeiten. Es wurde ein Saal für die Börse geschaffen und ein Kaffee, genannt “Caffè Borsa” eröffnet, das bis heute existiert, sowie Räumlichkeiten für die Verhandlungen mit den Händlern. Es wurden gleichfalls Büroräume für die Post und das Telegrafenamt eingerichtet, das bis 1931 dort angesiedelt war. Aus dem Jahr 1929 stammt der “salone del grano” (“Getreidesalon”) im Zentralen Bau gelegen und mit einem großen, gläsernen Tonnengewölbe ausgestattet, das aus Glasscheiben besteht, die durch eine hölzerne und eiserne Struktur gehalten werden, sowie einem Mosaikboden, in deren Mitte sich die Wappen der Provinz und des Abgeordnetenhauses befinden. (Piazza Garibaldi, 4 – Rovigo)

 

palazzoroncalePalazzo Roncale (Der Palast Roncale)
Der Palast Roncale ist eines der edelsten Paläste Rovigos. Er wurde 1555 von der Familie Roncale errichtet, die in der Mitte des 15.Jh von Bergamo in das Städtchen des Polesine gezogen war. Die Planung wurde von dem Veronesen Michele Sanmicheli durchgeführt und zwar auf eine Weise, dass der Palast ohne weiteres neben dem Palazzo Roverella optisch bestehen konnte, ohne durch dessen imponierendes Bauwerk beeinträchtigt zu werden. Architektonisch ist der Grundriß des Gebäudes den der anderen venetianischen Edelpalästen ähnlich. Der Palast wurde durch große Umbauten Anfang des 20.Jh, z.B. mit der Öffnung eines Torbogens und verschiedenen internen Umbauten sehr stark verändert.
In Inneren des Palastes werden einige kostbare Gemälde des 17.Jh aufbewahrt, vier Gemälde aus dem 16.Jh, die Mattia Bortoloni zugeschrieben werden, zwei große, französische Wandteppiche und im Atrio, die Büsten der vier Barbarenkönige, die dem Bildhauer Giovanni Bonazzo zugeschrieben werden. (Piazza Vittorio Emanuele II – Rovigo)

 

palazzoravennaPalazzo Ravenna (Palast Ravenna)
Der Palast Ravenna liegt am Piazza Garibaldi zwischen dem Börsenpalast und dem
städtischen Theater. Er war der Wohnsitz der Familie Bonanome vom 16.Jh bis 1848 und wurde besonders berühmt durch die Gemälde, die den Salon nach der Restaurierung 1793 schmückten. Die Fassade dagegen war anonym mit Ausnahme des Eingangbogens, die ein Gesims in lombardischem Stil aufwies. Nach dem Aussterben der Familie Bonanome wurde der Palast von 1848 bis 1858 als Wohnsitz des Militärkomandos genutzt und 1853 auf Kosten der Stadt renoviert. 1858 kaufte ihn die Familie Ravenna und veränderte sein Aussehen nach Plänen von Pietro Mola. Der Palast wurde um ein Stockwerk erweitert und zum ersten Mal in Rovigo wurde Gußeisen sowohl im Inneren als auch Außen als dekoratives Element eingesetzt. Die Arbeiten wurden 1859 beendet. Anfang des 20.Jh ging er in den Besitz der Cassa di Risparmio von Rovigo über. 1951 wurde er, im Anschluß an die katastrophale Überschwemmung, Sitz des Konsortiums zur Trockenlegung Polesines, der Etsch und des Canalbianco (weißer Kanal). Auf die Fassade des Palastes wurde 1957 eine bronzene Büste angebracht, die Giovanni Battista Casalini darstellt. (Piazza Garibaldi – Rovigo)

 

palazzoroverellaPalazzo Roverella (Palast Roverella)
Der Palast Roverella ist einer der wichtigsten Gebäude auf dem Piazza Vittorio Emanuele II, dem Hauptpiazza der Stadt. Er wurde von Kardinal Bartolomeo Roverella 1474 in Auftrag gegeben. Man vermutet, dass der berühmte Architekt Biagio Rossetti die Planung des Gebäudes beeinflußt hat, das jedoch nach dem Tod des Auftraggebers teilweise unvollendet blieb. Das Gebäude ist wegen seiner wuchtigen Strucktur und seiner harmonischen, mit Terrakottafliesen verzierten Fassade sehr beachtlich. Es wurde nach einer neuen Restaurierung der neue Sitz der Pinakotek der Accademie “dei Concordi”, die Meisterwerke von Nicolò di Pietro, Giovanni Bellini, Palma il Vecchio, Sebastiano Mazzoni, und wichtige Werke von Battista Dossi, Pietro Vecchia, Luca Giordano, Luca Carlevarijs, Rosalba Carriera. Der Palast Roverella wird auch für berühmte Ausstellungen benutzt. (Via Laurenti – Rovigo)

 

 

palazzovenezzePalazzo Venezze  (Palast Venezze)
Der Palazzo Venezza ist einer der wichtigsten Paläste Rovigos und liegt im historischen Stadtzentrum. Er wurde 1715 vom Graf Stefano Venezze bei dem polesanischen Architekten Ghiotti in Auftrag gegeben. Der errichtete ein elegantes Gebäude  mit neoklassischer Fassade, zwei Toren mit Rundbögen, einem Marmorgeländer, das einen Balkon umgibt und zwei Fenster, die von zwei Giebeln überragt werden. Im Inneren befindet sich eine große Vorhalle mit sichtbarem Gebälk und Säulen toskanischer Ordnung und einem großen Treppenaufgang, der mit Putten dekoriert ist. der Palast ist z.Zt. Sitz des Musikkonservatoriums von Rovigo. (C.so del Popolo n° 241 – Rovigo)

 

 

 

palazzosilvestri2Palazzo Silvestri (Palast Silvestri)
Der Palast ist das Domizil der reichen und namhaften Familie Silvestri, die für mindestens 300 Jahre federführend im öffentlichen und kulturellen Leben der Stadt mitwirkte. Das Gebäude erhebt sich kurz hinter dem städtischen Theater und geht wahrscheinlich auf die zweite Hälfte des 14.Jh zurück. Es zeichnet sich durch eine grundsätzlich einfache Form aus, die durch die Verwendung von Terrakottakacheln stimmungsvoll bereichert wird. Die nüchternen terrakottenen Gesimse dekorieren die Öffnungen der Zwillingsfenster, die sich an den Ecken der Räume befinden, so wie es in der ferraresischen Architektur üblich war. Über dem schönen Eingangstor hängt das runde Wappen der Familie: ein Schild das mit einem springenden Leoparden verziert ist.
Heute präsentiert sich der Palast mit baulichen Erweiterungen auf beiden Seiten, wobei der Zeitpunkt der Erweiterung unklar bleibt. Der Mittelteil wurde jedoch weise restauriert und sein ursprünglicher Charme wieder hergestellt. (Via Silvestri, 6 – Rovigo)

 

 

Palazzo Salvadego (Palast Salvadego)
Die venezianische Adeslfamilie Salvadego ließ sich den Palast gegen Ende des 16.Jh erbauen. In den vierziger Jahren wurde sie die renommierte Residenz des Präfekten.
Hier war im Jahr 1866, wie es auf einem Gedenkstein zu lesen ist, Vittorio Emanuele II zu Besuch.
(Via Ricchieri detto Celio, n° 12 – Rovigo)

 

 

 

 

granguardiaPalazzo della Gran Guardia (Palast der großen Wache)
Das Gardekorps wurde 1854 von der österreichischen Regierung gegründet. Sie umfasst 5 Bögen und 6 Pfeiler, die von Helmen, Rüstungen und Schilden geschmückt werden. Dieser Bogen ist Sitz der Erinnerungen des Vaterlandes geworden. In ihm befinden sich das Monument von Domenico Angeli und dem des Domenico Piva, sowie die Tafeln mit den Listen der “Carbonari” und der “Garibaldini” des Polesines. (Piazza Vittorio Emanuele II, – Rovigo)

 

 

 

 

loggiadeinotariLoggia dei Notari (Notarssitz)
An der Nordseite des Piazza Vittorio Emanuel II befindet sich der Notarssitz, der heute der Sitz des Rathauses ist. Dieser Ort bekam seinen Namen, weil sich hier schon 1286 die Notare trafen, um ihre Aufgaben zu verrichten. In eben diesem Jahr wurde die Verfassung ihrer Zunft reformiert.
Neben der Loggia (Säulenhalle) sticht der Bürgerturm hervor, der von den Venezianern als Symbol der Macht der Serenissima auf dem Festland gedacht war und Mitte des 17.Jh wiedererbaut wurde. Hierhin wurde die Bergfried – Glocke des Schlosses 1488 verlegt.
Das Erdgeschoß wird von dem externen Treppenaufgang bestimmt, das ein Werk der Tristani aus Ferrara ist; die charakteristischen bogenförmigen Öffnungen im Obergeschoß, die das obere Stockwerk definieren, gehen auf das 16.Jh zurück.
Die Errichtung der Statue der Madonna des Bildhauers Giulio Mauro und die Schließung der Fenster im oberen Bereich der Loggia gehen auf das Jahr 1792 zurück.
Die Unterteilung des Innenbereiches hat im Laufe der Jahrhunderte vielfältige Veränderungen, je nach Nutzungsbedarf des Gebäudes, erlebt. In der österreichischen Epoche bis 1854 beherbergte es den Gardekorps und wurde anschließend der Sitz der Provinzdelegation.
Interessant sind die Gedenktafeln, die die äußere Fassade des Gebäudes schmücken. Unter anderem die von Dante Alighieri, die des Veronesen Grazioso Spiazzi, oder auch die zum Eintritt der Stadt in das italienische Heer am 10.Juli 1866, sowie dem Besuch des ersten König Italiens am 30.Juli 1866. (Piazza Vittorio Emanuele II° – Rovigo)

 

Palazzo Angeli (Palast Angeli)
Das in neoklassizistischem Stil gehaltene Gebäude wurde auf Wunsch des Grafen Angeli von Rovigo erbaut. Der veronesische Architekt Francesco Schiavi wurde der Autor dieses Projektes, dass er 1780 vollendete.  Der Graf Giovanni Battista Angeli hinterließ den Palast testamentarisch der Komune, die seit 1876 Besitzer des Gebäudes ist. Es wurde von der Stadt designiert zu einem Kollege mit Gymnasium, der Prefektur und dem Polizeipräsidium. Es wird z.Zt. restauriert.
(Via Angeli – Rovigo)

 

 

 

palazzocelioPalazzo Celio (Palast Celio)
Der Palazzo Celio, der zwischen 1905 und 1909 erbaut wurde, ist heute der Sitz der Provinzverwaltung. Das vornehme Gebäude bietet sich in einem modernisierten klassischem Stil dar, das die Robustheit des Untergeschosses mit der leichten Anmut des Obergeschosses in sich vereint. Die Fassade wird von Flachreliefs verziert, die von dem padovanischen Bildhauer Antonio Penello stammen und die allegorisch die polesischen Industriezweige darstellen.
(Via Ricchieri detto Celio, n° 10 – Rovigo)

 

 

 

palazzocameriniPalazzo Camerini Rusconi (Palast Camerini Rusconi)
Der Palazzo Camerini Rusconi wurde von Cristoforo Camerini zwischen 1841 und 1844 erbaut. Die vom Aussehen ernste Fassade wird durch nüchterne Gesimse aus istrischem Stein verziert. Zusätzlich dekorieren das Haus Flachreliefs, die Amoretten darstellen, die mit landwirschaftlicher Arbeit beschäftigt sind. Im Erdgeschoss findet sich ein schöner Salon mit vier Bildern mit Szenen aus der Aeneis. Diese Fresken wurden von Sebastiano Santi aus Murano gemalt. Fast alle Gemälde des gesamten Hauses haben durch eine kürzliche Restaurierung ihren ursprünglichen Glanz wiedererhalten. Die Restaurierung wurde durch die jetzigen Besitzer – Familie Costato – veranlasst.
(Via Ricchieri detto Celio – Rovigo)

 

 

palazzocasaliniPalazzo Casalini (Palast Casalini)
Der Palazzo Casalini ist ein Juwel in der Stadt und ist der nahmhafte Sitz der Bank von Rovigo (RovigoBanca). Das geschichtsträchtige Gebäude liegt im historischen Zentrum der Stadt. Der Palazzo wurde 1688 von Marco Casalini gekauft, der es restaurierte und es mit dem würdevollen Nachbargebäude aus dem 16.Jh vereinte; in dem Zuge wurde auch der Salon im Erdgeschoß dekoriert. Eine Tafel von 1923 an der Fassade erinnert daran, dass hier der berühmte Bürger Alessandro Casalini geboren wurde und lebte. (Via Casalini – Rovigo)

 

 

 

 

palazzopostePalazzo delle Poste (Die Post)
Ein Spaziergang entlang des bis 1937 gewesenen Flußbettes des “Adigetto”, was heute “Corso del Popolo” ist, führt durch die Geschichte der Stadt, entlang an Gebäuden und städtischen Umbauten, die das Gesicht und den Charakter der Hauptstadt des Polesine verändert haben. In den dreißiger Jahren begann die urbanistische Ausdehnung Rovigos. Es folgten radikale Veränderungen, wie z.B. die Verlegung und Versenkung des Flußes Richtung Westen. Das jüdische Ghetto wurde abgerissen und der Bau einiger imposanten Gebäude vorangetrieben, unter anderen der “Palazzo delle Poste” (die Post) im Jahr 1931, der “Palazzo INA” – nationales italienisches Versicherungsinstitut –  und dem ”Palazzo del Genio Civile”  – das Bauamt. Das Projekt wurde durch den zweiten Weltkrieg und den Fall des Faschismus unterbrochen, sodaß der Bau der monumentalen, öffentlichen Gebäude dieses typischen faschistischen Stiles unvollendet blieb. (Corso del Popolo, 92 – Rovigo)

 

 

Palazzo Manfredini (Palast Manfredini)
Die Familie Manfredini war eine der ältesten Adelsfamilien Rovigos. Über den Ursprung des Bauwerkes gibt es keine genauen Erkenntnisse; das älteste Dokument, das die Existenz des Gebäudes attestiert ist von 1748. Auch die Epoche der Errichtung ist unklar: wenn die seriöse Gesetztheit des Gesamtgebäudes an das 15.Jh erinnert, so lässt doch das Spiel der Außenfenster an der Fassade und die quadratischen Balkone mit Balustraden spätere Eingriffe vermuten. Die wahrscheinlichste Hypothese ist, dass das Gebäude im 17.Jh durch einen Eingriff modifiziert wurde.  (Piazza del Duomo – Rovigo)

 

 

 

palazzominelliPalazzo Minelli (Palast Minelli)
Der Bau “Palazzo Minelli” ist in neogotischem Stil gehalten und wurde von dem Buchhändler Antonio Minelli 1848 in Erinnerung an seine Frau und der des Sohnes Gaetano errichtet, der in Afrika als Forscher der Nilquellen war. (Via A. Minelli – Rovigo)

 

 

 

 

 

pescherianuovaPescheria Nuova (Neuer Fischmarkt)
Das kuriose Haus im neogotischen Stil befindet sich auf der Straße “Corso del Popolo” Numer 140, in der Nähe der Türme des Schloßes; es ist der Sitz des Neuen Fischmarkts. Im Jahr 1871 erwies sich der Alte Fischmarkt, der am Ende der heutigen Via Pighin gelegen war, als ungenügend, vor allem unter dem hygienischen Gesichtspunkt. So wurde beschlossen das alte Gebäude zu schließen und einen neuen Sitz zu bauen. Dieser lag am Flussufer des Adigetto und wurde mit Materialien gebaut, die gerade in dieser Zeit in Paris so modern waren, wie das Gußeisen und Glas. Die neogotische Fassade wird durch ein großes Eingangstor charakterisiert, das zwischen zwei großen Spitzbogenfenstern liegt und hinter dem sich ein großer heller Raum öffnet. Mit dem Glasdach und den gußeisernen Säulen, die den weißen Marmor umrahmen, wurde der Fisch wunderbar ausgestellt. Heute nach einer sorgfältigen Restaurierung wird der Saal polivalent, vor allem für Ausstellungen, genutzt.
(Corso del Popolo – Rovigo)

 

 

teatrosocialeTeatro Sociale (Städtisches Theater)
Das lyrische, städtische Theater ist in neoklassizistischem Stil von Architekt Sante Baseggio geplant worden. Erbaut zwischen 1817 und 1818, wurde es nach einem schweren Brand 1902 notwendigerweise erheblich restauriert. Es wurde innerhalb zweier Jahre wiedererrichtet, wobei der vordere Teil des vorherigen Gebäudes der praktisch unbeschädigt geblieben war, mit seiner schönen, neoklassizistischen Fassade und dem prunkvollen Foyer praktisch erhalten blieb. Heute werden über die Theatersaison mit Lyrik und Ballett auch sehr beliebte Prosaaufführungen gezeigt, sowie Konzerte und zahlreiche andere Theateraufführungen, die sich an die Jugend wenden. (Piazza Giuseppe Garibaldi – Rovigo)

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torreorologioTorre dell’orologio (Der Uhrenturm)
Das Gebäude “Der Uhrenturm” liegt neben dem Rathaus der Stadt und wurde 1763 von dem veronesischen Architekten Pietro Puttini gezeichnet und 1790 vollendet. Im Laufe der Zeit wurde es einige Male umgebaut. Die einstige und charakteristische Kuppel, die die Glocken überspannte wurde durch eine moderne Uhr ersetzt.
(Piazza Vittorio Emanuele II° – Rovigo)

 

 

 

 

palazzocampoPalazzo Campo (Palast Campo)
Der Palazzo Campo wurde von der Familie Foligno in der zweiten Hälfte des 14.Jh erbaut. Im Jahr 1574 kehrte Emanuele Filiberto von Savoia hier ein, der im Gefolge von Enrico III von Valois war; daran erinnert eine große Tafel die 1928 an der Fassade angebracht wurde. Das Gebäude wurde schließlich von der Familie Campo gekauft, die es wahrscheinlich restaurierte und mit Kunstwerken ausstattete und bereicherte. Heute wird das Gebäude als Schule genutzt. (via Silvestri, 27 – Rovigo)

 

 

 

 

castellotorriIl castello e le torri (Das Schloß und die Türme)
Die Türme, die Piazza Matteotti überragen, waren Teil des antiken Festung der Stadt, einer Befestigungsanlage, deren erste Spuren sich in einem Dokument aus dem Jahr 920 wiederfinden. Am Anfang war es nur ein primitives Gebäude, das in den folgenden Jahrhunderten ausgebaut wurde und mit Türmen und Ringmauer ausgestattet wurde. Die Burg erhob sich auf einem Erdwall, der mit der aus dem Burggraben ausgehobenen Erde aufgeschüttet wurde. Der Graben befand sich ausserhalb der Mauer rechtsseitig des Flusses Adigetto. Der Turm Grimani, der sich zur Seite neigt, weil der sumpfige Untergrund nachgibt, ist der imposante, quadratische Burgfried der ehemaligen Festung und ist etwa 50m hoch. Der Turm, der auch „Torre Donà“ genannt wird, und in dessen Fundament ein Gefängnis ausgehoben wurde, ist, mit einigen wenigen Stücken der Mauer, alles was heute von der ursprünglichen Burg bleibt. Oben auf dem Turm „Donà“ ist die Halterung der Glocke sichtbar, die 1488 in den Turm auf den stättischen Piazza Vittorio Emanuele II überführt wurde. Vor kurzem wurde der Gebäudekomplex konservativ restauriert, wodurch den Bewohnern Rovigos einer der charakteristischsten Orte der Stadt zurück gegeben wurde. (Piazza Matteotti – Rovigo)

 

giardinimatteottiGiardini e piazza Mattotti (Gärten und Piazza Matteotti)
In den letzten Jahren wurde die historische Altstadt in bedeutendem Maß wiederbelebt. Die Umbauten galten auch dem Gebiet der ehemaligen Burg mit den Gärten und Piazza Matteotti. Mit der Verlegung großer Steinquader wurde um das Monument ein Platteau geschaffen. Im inneren der Gärten ist der Sockel der Fahnenstange untergebracht, die vom Piazza der Stadt kommend, zunächst für etwa ein Jahrhundert im Hof der “Chiesa della Rotonda” (Der Runden Kirche) blieb, bis er schließlich hier seinen endgültigen Standort fand. Der Sockel ist mit vier Sirenen verziert, die das Wappen des Dogen Pasquale Cicogna stützen.
Die Erneuerung der Gärten hat auch eine Restaurierung der antiken Türme mit sich gebracht: dem niedrigeren Turm Grimani mit seinen 21 Metern und dem Turm Donà, der mit seinen 51 Metern einer der größten mittelalterlichen Türme Italiens ist.
Auf dem Platz vor den Türmen steht ein Bronzemonument, das Giacomo Matteotti gewidmet ist und das 1978 von dem Künstler Augusto Murer geschaffen wurde. Ein starkes Werk, das wie ein Riß in das Schweigen dringt, die Hand, die sich scharf in das Nichts abzeichnet, so als ob sie den Satz unterstreichen will: “Tötet mich, aber den Gedanken in mir könnt ihr nicht töten!” Das ist eine Huldigung des Künstlers an Giacomo Matteotti, der ursprünglich aus Fratta Polesine stammte, Abgeordneter der Sozialisten war und 1924 ermordet wurde, weil er den Wahlbetrug anzeigte, der schließlich die faschistische Partei an die Macht brachte. (Piazza Matteotti – Rovigo)

 

portasbartolomeoPorta San Bartolomeo (Das Tor des Heiligen Bartolomäus)
Zusammen mit dem Tor “Sant’Agostino” (Tor des Heiligen Augustinus) ist das Tor “San Bartolomeo” (Tor des Heiligen Bartolomäus), das allerdings das von beiden besser erhaltene Stadttor ist, ein Zeugnis der antiken Eingänge der Stadt. Marin Sanudo erinnert daran, dass das Tor 1483 restauriert wurde, weil es während des Salzkrieges beschädigt worden war. Das Tor öffnet sich auf den aktuellen Piazza Merlin und verbindet das Zentrum der Stadt mit dem Stadtteil San Bartolomeo, von dem sein Name stammt. Das Gebäude wurde ursprünglich von Zinnen überragt, die aber 1639 aufgestockt wurden und von denen Spuren bis heute sichtbar geblieben sind. Im selben Jahr ließ der Bürgermeister Vittorio Correr auf den Turm eine Uhr mit zwei Ziffernblättern anbringen, das eine zeigte in Richtung des Stadtinneren, das andere war nach außen gerichtet. Im Torbogen sind die Wappen des Dogen Giovanni Mocenigo und von Giosafat Barbaro, dem Kapitän und Verwalter der Polesine zu finden. (Piazza Merlin – Rovigo)

 

portasagostinoPorta Sant’Agostino (Das Tor des Heiligen Augustinus)
Der Name des Tores “Sant’Agostino” stammt von der antiken Kirche des Heiligen Augustinus, die mit dem Eremitenkloster verbunden war und einstmals hier stand bis sie 1772 abgerissen wurde um das neue, bischöfliche Seminar zu bauen. Nicht weit von hier stand “il Portello”, das “Törchen”, das 1824 eingerissen wurde und das, wie der Name es sagt, ein Tor mit geringerer Größe gewesen sein musste.
Bisher sind noch keine Dokumente aufgetaucht, die in der Lage wären die Erbauung des Tores zu datieren; sicher ist dagegen die Erneuerung des Bauwerkes im Jahr 1713, die dem Monument den charakteristischen Abschluß mit den gegensätzlichen Kurven verlieh.
Im Zuge einer weiteren Renovierung im Jahr 1983 wurde die schon längst nicht mehr lesbare Inschrift “Porta Divi Augustini”, die auf der internen Fassade stand, mit der aktuellen Innschrift: “Porta Augustina” ersetzt.
Der antike Ring der Stadtmauer hatte zahlreiche Tore, Türme mit Zinnen und Türmchen zur Sicherung der Stadt. Zu den Toren “Sant’Agostino” und “San Bartolomeo” kann man den letzten erhaltenen Turm “Torre Pighin” bewundern. (Porta S. Agostino – Rovigo)

 

torrepighinTorre Pighin (Pighin – Turm)
Der Pighin-Turm, der sich in Via Pighin erhebt, ist das einzige Zeugnis der Türme, die die Ringmauer aus der mittelalterlichen Epoche unterbrachen. Ursprünglich war der Turm auf den Seite der Stadt offen, weil er ausschließlich Verteidigungszwecken diente und nicht als Wohnraum. Das Innere war in einige hölzerne Etagen aufgeteilt, die durch Leitern miteinander verbunden waren. Im 18.Jh, als der militärische Zweck verloren gegangen war, wurde der Turm zu einem Privathaus umfunktioniert, indem man die fehlende Mauer hinzufügte.
Für einige Jahrzehnte blieb das Gebäude im vergangenen Jahrhundert unbewohnt, bis es kürzlich restauriert und wieder bewohnbar gemacht wurde. (via Pighin – Rovigo)

 

 

leonesanmarcorovigoColonna con il leone di San Marco (Säule mit dem Markuslöwen)
Am 6. Februar 1508 entschied der Stadtrat einstimmig auf dem Hauptpiazza die Säule mit dem Symbol der Serenissima aufzustellen. Nach einigem Hin- und Her wurde das Monument dann erst im Jahr 1519 von einem gewissen Antonio Scarpagnin errichtet, wie es Dokumente aus dieser Epoche überliefern.
Das Monument befindet sich noch an der Originalstätte und war laut der Überlieferungen der Epoche mit Gold überzogen. Auf seinem Sockel finden sich die Wappen der Stadt und des Bürgermeisters Giovanni Corner. Im 18.Jh wurde es Treffpunkt der Händler, die ihre Läden um das Monument herum bauten. Die venezianischen Symbole, der Löwe und das Wappen Corners wurden am 12.Mai 1797 von den in Rovigo einmarschierten französischen Truppen abgebaut. Später im Jahr 1818 wurde die Säule notwendigerweise restauriert und erst viele Jahre später 1881 wurde der Löwe ersetzt durch ein Werk von Natale Sanavio. (Piazza Vittorio Emanuele II – Rovigo)

 

monumentogaribaldiMonumento a Garibaldi (Das Garibaldi Denkmal)
Im Juni 1882, nach dem Tod des “Helden der zwei Welten”, wollte die Stadt Rovigo ihn ehren und bestellte ein Reiterdenkmal, das ihm gewidmet sein sollte. Im selben Jahr jedoch verwüstete eine Überschwemmung durch die Etsch die Stadt, sodass die Statue erst einige Jahre später bestellt und von Ettore Ferrari schließlich 1896 ausgeführt wurde. Ferrari erbat sich von der Stadt nur die Selbstkosten des Bronzedenkmales erstattet zu bekommen und so wurde er zum Ehrenbürger der Stadt. Eine Anekdote, deren Wahrheitsgehalt allerdings angezweifelt wird, besagt, dass das Denkmal für die Stadt Rom bestimmt gewesen sein soll. Sie wurde dann nach Rovigo gebracht, da der Künstler, ein notorischer Republikaner, unter die Steigbügel zwei Kronen eingearbeitet haben soll, aus Verachtung der sabaudischen Monarchie gegenüber.  (Piazza Garibaldi – Rovigo)

 

 

monumentovittorioemanueleiiMonumento a Vittorio Emanuele II (Denkmal für Vittorio Emanuele II)
Am Tag nach dem Tod des ersten König Italiens, der am 9. Januar 1878 war, wollte die Öffentlichkeit Rovigos ihn ehren, indem sie ihm den Hauptpiazza widmete und ein Denkmal zu seinen Ehren errichten ließ. Der Auftrag wurde dem Künstler Giulio Monteverde anvertraut, dessen Arbeit am 25. September 1881 eingeweiht wurde. Das Denkmal stellt den König wie folgt dar: Er steht auf ein Bauteil eines Schützengrabens gestützt, während er einen Schlachtplan studiert, die beide auf seiner rechten Seite abgebildet sind. Das Monument entspricht den ästhetischen Normen der amtlichen Skulpturen der Epoche. (Piazza Vittorio Emanuele II – Rovigo)

 

 

 

piazzaannonariaPiazza Annonaria (Der Lebensmittelplatz)
Der Lebensmittelplatz erhebt sich seit 1860 dort, wo einst die Kirche des Klosters des Heiligen Domenico aus dem 17.Jh stand. Der Lebensmittelplatz zeigt heute noch das originale Fundament des Kreuzganges.
Zu seiner Zeit befand sich auf der sogenannten “Piazzetta” (kleinen Platz) zwischen den anderen Läden, die Städtische Bäckerei, die die beste der Stadt gewesen sein soll. Heute gibt es hier Lebensmittelgeschäfte, Gemüse- und Obsthändler, Haushaltswarenläden und die einzig verbliebene Bäckerei der Stadt nach der Schließung des Fischmarktes. (Piazza Annonaria – Rovigo)

 

 

 

piazzamerlinPiazza Merlin (Merlinsplatz)
Der Merlinsplatz, der vorher “Piazza Roma” hieß, ist heute dem Politiker und Gewerkschafter Umberto Merlin aus Rovigo gewidmet. Im Zentrum des Piazza befindet sich ein großer Springbrunnen, der von Bäumen umgeben ist. Er wird von dem überdachten Markt begrenzt, der sich an die Reste der Gebäude des Ghettos anlehnt, das 1930 abgerissen wurde. Gegenüber kann man die “Porta San Bortolo” (Tor des Heiligen Bortolo) aus dem 14.Jh bewundern, dem einzig erhaltengebliebenem Stadttor, das sich in den antiken Mauern der Stadt befand. (Piazza Merlin – Rovigo)

 

 

 

 

piazzagaribaldiPiazza Garibaldi (Garibaldiplatz)
Der Garibaldiplatz entstand, als 1809 die Kirche der S.Giustina abgerissen wurde, deren Grundriss auf der Steinpflasterung in der Mitte des Piazzas sichtbar ist. Er wurde zum Obst- und Kräutermarkt, auf dem dann 1896 die Statue von Giuseppe Garibaldi errichtet wurde.
Am Garibaldiplatz stehen das Gebäude der Handelskammer und das Börsenkaffee, während am Ende der “Palazzo Ravenna”, das städtische Theater und der “Palazzo Silvestri zu sehen sind.
(Piazza Garibaldi – Rovigo)

 

 

 

piazzaveiiPiazza Vittorio Emanuele II (Der Vittorio Emanuel II Platz)
Der ehemalige und antike “Piazza Maggiore”, der von Beginn an zivilen und kommerziellen Nutzen hatte, war schon im 18.Jh von den charakteristischen Bogengängen umrahmt, wodurch bis heute der mittelalterliche Charakter erhalten blieb.
Umgeben an der Nordseite von der “Loggia dei Notari” (Notarssitz) aus dem 14.Jh, der heute der Sitz des Rathauses ist, wurde er einstmals auf der Südseite begrenzt von dem “Palazzo Visconte”, der heute nicht mehr existiert. An der Seite des Notarsitzes befindet sich der Uhrenturm, der 1790 wieder erbaut wurde und in die die Glocke des Burgfriedes überführt wurde. Auf der Pflasterung, die von 1506 stammt, erhebt sich das Denkmal des König Vittorio Emanuele II, das 1881 con Giulio Monteverde erschaffen wurde. Um den Piazza herum erheben sich folgende herrschaftliche Gebäude: “Palazzo Roverella”, dem heutigen Sitz der Gemäldegalerie der Akkademie “dei Concordi”, aus der Renaissance; dem “Palazzo Roncale”, der auf das Jahr 1555 zurückgeht; dem “Palazzo dell’Accademia dei Concordi”; am Ende steht der “Palazzo del Corpo di Guardia” , das ist die österreichische “Große Wache”, die auf 1853 zurückgeht. Die Säule aus istrischem Stein mit dem Markuslöwen ist geht auf 1519 zurück und wurde für die Venezianische Republik errichtet.Im Jahr 1881 wurde sie wiedererichtet, nachdem sie von den Franzosen 1797 zerstört worden war.
(Piazza Vittorio Emanuele II – Rovigo)

 

 

censerCen.Ser. (Service-Center Rovigo)
Das Service-Center Rovigo ist eine alte Zuckerfabrik, die zwischen dem Zentrum Rovigos und dem Fluß Etsch an der Eisenbahnlinie Padova-Bologna liegt. Die Zuckerfabrik wird 1906 von der “Società Italiana per l’industria” gegründet und bleibt bis zu ihrem Konkurs 1978 aktiv; danach wird der gesammte Gebäudekomplex verkauft. Mit dem Bau des Service-Centers 1991 beginnt ein Prozeß der Wiedergewinnung und Umwandlung der Gebäude um sie einer neuen Nutzung zuzuführen. Auf diese Weise entsteht nicht nur ein wichtiges Messe- und Ausstellungsgelände, sondern auch eine Tagungsstätte, sowie ein Universitätszentrum, das mit den nahegelegenen Universitäten von Padova und Ferrara verbunden sind.
Die Umbauarbeiten haben die Architektur der alten Fabrik rigoros erhalten, die gesamte Höhe des zentralen Gebäudes der ehemaligen Zuckerfabrik ist geblieben, dort finden nun Ausstellungen statt; nur die Seitenflügel wurden in drei Etagen geteilt, die durch ein Gefüge von Metallrampen miteinander verbunden wurden.
(Viale Porta Adige, 45 – Rovigo)