larotondaTempio della Beata Vergine del Soccorso detto “La Rotonda” (Tempel der Seligen Jungfrau der Hilfe, genannt “die Runde”)
Der Tempel ist ein religiöses Gebäude, das durch seine eigentümliche, architektonische, achteckigen Form auffällt. “Die runde” Kirche wurde 1594 von Francesco Zamberlan (dem Mitarbeiter von Andrea Palladio) entworfen. Sie wurde in Auftrag gegeben, um einem religiösen Bild, eine geeignete Unterkunft zu gewähren. Das Bild stellt die sitzende Madonna mit dem Kind auf den Knieen dar. Das Kind hält eine Rose in der Hand, die Wunderkräfte haben soll.
Der Korpus des Gebäudes besteht aus zwei achteckigen Strukturen, der inneren, die der Kirche gewidmet ist und der äußeren Bogengänge, die auf sieben Seiten zugänglich ist; der achte ist durch die Sakristei belegt. Die achteckige, innere Struktur hat auf jeder Seite drei große, nebeneinanderliegende Fenster und stützt eine schräge Dachfläche, die im Jahr 1622 vollendet wurde. Das Dach ersetzt die einstige Kuppel, die 1606 wegen ihrer Baufälligkeit abgerissen wurde. Wirklich aussergewöhnlich ist sicherlich die Ausschmückung des Innenraumes durch Gemälde, die auf 22 großen Leinwänden (ca. 360 x 430 cm) sei es im unteren, sei es im oberen Bereich ausgestellt sind und die jeweils verschiedene Herrschaftsbereiche Venedigs darstellen und rühmen. Verschiedene dieser Gemälde sind von in jener Zeit aktiven Künstlern der Provinz Venedig erschaffen worden: von Francesco Maffei, Pietro Liberi, Pietro Ricchi, Andrea Celesti, Pietro della Vecchia und Antonio Zanchi. Die Kirche enthält auf einer trapezförmigen Balustrade eine sehr wertvolle Pfeifenorgel, die 34. des berühmten venezianischen Orgelbauers Gaetano Callido. Der Glockenturm von 57 m Höhe erhebt sich auf dem kleinen, naheliegenden Piazza und wurde von dem Architekten Baldassarre Longhena geplant. (Piazza XX Settembre – Rovigo)

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duomoDuomo di Santo Stefano (Der Dom des Heiligen Stefanus)
Das erste Dokument, das – wenn auch indirekt – die Exsistenz des Doms erwähnt, geht auf 964 zurück. Diese erste Kirche wurde erneuert und im Jahr 1073 vollendet. Obwohl die Ortschaft und die Kirche der Katastrophe des Dammbruchs von Ficarolo (1152) widerstand, gab es in der Hälfte des 15.Jh einen zusätzlichen Umbau der Kirche. Nur zwei Jahrhunderte später hatte sie schon schwere Mängel und so begannen im Jahr 1696 Restaurierungsarbeiten.
Im Laufe von 15 Jahren war der Bau soweit fortgeschritten, dass man 1711 den Abriss des alten Domes abschließen konnte. Der Bau des Domes des Heiligen Stefanus wurde 1778 beendet, aber die Fassade blieb unvollendet.
Die Kirche besteht aus einem Kirchenschiff mit drei seitlichen Kapellen, einer zentralen Kuppel im Gewölbekreuz und einem tiefen Presbyterium mit Apsis.
Im Inneren gibt es künstlerisch interessante Arbeiten und wir nennen hier nur einige Beispiele: Eine “Anbetung der Magier” aus dem späten 15. Jh, das Tabernakel aus dem 17.Jh, der fünfhundertjährige, mehrarmige Kerzenleuchter aus Bronze, zwei große Gemälde die den Heiligen Paulus und den Heiligen Petrus darstellen und die Benvenuto Tisi aus Garofolo zurgeschrieben werden, sowie vier kleine Marmorfiguren des estenesischen Bildhauers Antonio Corradini, der um 1717- 1718 in Rovigo weilte. (P.za Duomo, n° 5 – Rovigo)

 

sanfrancescoChiesa dei Santi Francesco e Giustina (Kirche der Heiligen Francesco und Giustina)
Der erste Teil der Kirche des Heiligen Franziskus wurde zwischen 1297 und 1300 im gotischen Stil erbaut; im Jahr 1413 wurde sie mit einem Kirchenschiff auf der rechten Seite erweitert, das fünf miteinander verbundenen Kapellen einschließt. Der Glockenturm wurde 1520 erbaut und die zentrale Apsis wurde ein weiteres Mal im Jahr 1533 verlängert. Während der napoleonischen Zeit wurde das Kloster stillgelegt; die Kirche wurde ausgeraubt und am 27. September 1797 entweiht. Am 2. Februar 1799 wurde sie für den Gottesdienst wieder eröffnet; am 11. April 1806 wird der Sitz der Pfarrei eingerichtet, die die antike Kirche der Heiligen Giustina ersetzt und so entsteht die Kirche der Heiligen Francesco und Giustina. Das aktuelle Gebäude ist das Resultat einer Restrukturation, die am 13.Mai 1827 begann und die den Originalstil des Gebäudes komplett verändert hat, indem man es in das jetzige Querschiff einverleibte; die Fassade wurde anschließend zwischen 1853 und 1896 auf dem jetzigen Kirchplatz errichtet. Bemerkenswert ist eine marmorne Statue am dritten Altar rechts, die von Giovanni Marchiori stammt und den Heiligen Märtyrer Lorenz darstellt. Am dritten Altar links ist eine ansehnliche Pietà, die von Heiligen umgeben wird, die im Jahr 1526 von dem Bildhauer Tullio Lombardo erschaffen wurde. Weitere Werke sind: Die Madonna auf dem Thron zwischen dem Heiligen Petrus und Andreas, das von Domenico Panetti nach 1505 gemalt wurde und “Der Heilige Johannes tauft Christus”, das von dem Meister der Zwölf Apostel im Jahr 1542 gemalt wurde. (Piazzale S. Francesco, n° 6 – Rovigo)

 

sbortoloChiesa di San Bartolomeo e monastero degli Olivetani (Kirche des Heiligen Bartolomäus und das Kloster der Olivetaner)
Der Bau der Kirche des Heiligen Bartolomäus geht auf das 13.Jh zurück, als sich in diesem Gebiet die “Umiliati” niederließen. Sie bauten eine Kapelle und ein “domus” (Haus), das in den Jahrhunderten immer wieder erweitert wurde bis schließlich ein Kloster daraus wurde, das 1474 den “Olivetanern” überlassen wurde. Die aktuelle Kirche wurde 1592 fertiggestellt; sie hat ein einfaches Kirchenschiff mit einem Tonnengewölbe. In ihrem Inneren werden einige interessante Kunstwerke aufbewahrt, die von dem engen Kontakt mit den olivetanischen Zentren aus Ferrara, Bologna und Verona zeugen. Die restaurierte Orgel ist von 1778 und trägt die Handschrift Gaetano Callidos. Das restaurierte Klostergebäude hat noch den Kreuzgang mit Säulen und einem Kreuzgewölbe, der es einzigartig in der polesanischen Architektur macht. Im Zentrum des Kreuzganges ist der Brunnenrand, den einige Wissenschaftler Sansovino zuordnen. Heute ist das Kloster Sitz des Museums der großen Flüsse. (Piazzale S. Bartolomeo, n° 17 – Rovigo)

 

 

smariasabbioniChiesa della Santissima Annunziata detta Santa Maria dei Sabbioni (Kirche der Heiligsten Angekündigten, genannt Heilige Maria der Sabbioni)
Die Kirche ist seid dem 19.Jh in den Friedhof integriert. Sie wurde auf dem Ort errichtet, auf dem vorher schon ein Oratorium gewesen war, von dem sich Spuren in Dokumenten aus dem 18.Jh finden. Das Gebäude wird zwischen 1300 und 1430 im romanischen Stil, mit gotischen Einflüssen errichtet (davon zeugen glaubwürdige Quellen vom Ende des 15.Jh) und sein Aussehen bleibt über 300 Jahre lang erhalten.
In den ersten zwanzig Jahren des 18.Jh wurde die Fassade im neoklassizistischen Stil erneuert. In ihrem Inneren sind einige interessante Gemälde und eine der Orgeln, die von dem estenesischen Orgelbauer Gaetano Callido geplant und erbaut wurde.
(Via Oroboni – Rovigo)

 

 

chiesadelcristoOratorio della Santissima Concezione detto „Chiesa del Cristo“ (Oratorium der Heiligen Empfängnis, genannt “Kirche Christi”)
Die Kirche wurde auf dem Grund erbaut, auf dem in der Mitte des 12.Jh die erste franziskanische Kapelle der Stadt errichtet wurde. Das jetzige Gebäude wurde im Jahr 1650 erweitert und dann umgebaut. Sie hat drei niedrige Kirchenschiffe, die durch kurze Säulen unterteilt werden und eine hölzerne Kuppel. Die Fassade wird auf 1888 datiert, während der Glockenturm von 1793 ist. (Via IV Novembre – Rovigo)

 

 

 

 

chiesettafosseOratorio della Beata Vergine di Pompei detto Chiesetta delle fosse (Oratorium der Heiligen Jungfrau Maria von Pompei, genannt “Das Kirchlein der (Wasser-) Gräben”
Errichtet zu Beginn des 20.Jh (1903), wurde es im Jahr 2000 Gegenstand einer konservativen Restaurierung. Obwohl sie keine wertvollen künstlerischen Objekte in ihrer Sammlung enthält, macht sie ihre einfache Architektur zu einem Ziel der Gläubigen und auch der Neugier der Touristen. Genannt wird sie “Kirchlein der Gräben”, was sich von dem ursprünglichen Namen der Via Gorizia (Straße der Gräben) ableitet.
(Via Domenico Piva – Rovigo)

 

 

 

san_domenicoChiesa di Sant’Antonio Abate, detta di San Domenico (Die Kirche des Heiligen Antonius dem Abt, genannt vom Heiligen Domenikus)
Eingeweiht im Jahr 1543 wurde sie in den Jahrhunderten mehrere Male restauriert. Die Kirche hat ihren originalen Grundriss beibehalten. Ihr Saal ist rechteckig, aber sie hat keine Fassade und so sind die Eingangstüren auf der Längsseite in Richtung Via X Luglio.
Einige Statuen aus dem 16. – 17.Jh, wie die Büste des Heiligen Antonius dem Abt und die kleinen Statuen von dem Heiligen Paulus und dem Heiligen Sebastianus, verdienen unsere Aufmerksamkeit.
(Via X luglio – Rovigo)

 

 

 

 

chiesacommendaSantuario della Madonna Pellegrina (Heiligtum der Madonna der Pilger)
Das Heiligtum wurde 1957 auf dem Gebiet der antiken Komturei errichtet, wo sich Ende des 12Jh. ein Krankenhaus mit angeschlossener Kirche befand. Der Gebäudekomplex wurde später als Komturei den  Johannitern des Ordens des Heiligen Johannes anvertraut und schließlich 1860 abgerissen.
(Via Domenico Piva n° 31 – Rovigo)

 

 

 

 

chiesasagostinoChiesa di Sant’Agostino (Die Kirche des Heiligen Augustinus)
Die Kirche des Heiligen Augustinus wurde Ende des 15. Jh erbaut als Vervollständigung des Konventes der eremitischen Väter des Heiligen Augustinus der Kongregation von Monte Ortone, die schon im Jahr 1528 bestand. Der Konvent wurde zwei Jahrhunderte später abgerissen, um dem neuen Seminar Platz zu machen. Bei dieser Gelegenheit wurde die Kirche umgebaut, wobei die ursprüngliche Form eines geradlinigen und harmonischen Kirchenschiffes beibehalten wurde, die es vorher schon auszeichnete.
Heute wird die gerade neu restaurierte Kirche nicht mehr religiös genutzt, sondern ist Sitz künstlerischer und musikalischer Organisationen des Konservatoriums von Venezze. (“Conservatorio di Musica Francesco Venezze”)
(Via Sichirollo – Rovigo)

 

 

 

chiesasanmicheleChiesa di San Michele (Kirche des Heiligen Michaels)
Die Kirche des Heiligen Michaels geht auf 1616 zurück und war an das Kloster der Kapuzziner Bruderschaft angeschlossen, bis sie Ende des 18.Jh verlassen wurde.
Sie hat ein Kirchenschiff und eine einfache und schmucklose Fassade. Die heute entweihte Kirche wird grade restauriert.
(Via Dei Cappuccini, n° 13 – Rovigo)