Kirchen und Anbetungsstätten

sanmichelearcangeloChiesa di San Michele Arcangelo (Die Kirche des Heiligen Erzengels Michael)
Erbaut wurde sie zwischen 1762 und 1800, an Stelle eines vorhergehenden Gebäudes, einer Kirche aus dem 17.Jh die wiederum auf dem Grund einer mittelalterlichen Kirche gebaut worden war. Die Fassade ist in neoklassizistischem Stil und wird von einem Tympanon abgeschlossen, auf dem die Statue des Heiligen Michaels und Engeln stehen. Die Decke in ihrem Inneren ist mit Fresken von Giovanni Battista Canal bemalt, dem venezianischen Maler in der zweiten Hälfte des 17.Jh, der auch ein Anhänger von Teodore Licini war. Man kann hier unter anderem eine sehr gute Kopie der tizianischen Heiligen Jungfrau bewundern, die von Teodore Licini gemalt wurde. Im Chor ist das Gemälde des letzten Abendmahls von Tommaso Sciacca zu sehen.
(Via Roma – Villanova del Ghebbo)

 

sangiulianomartireChiesa di San Giuliano Martire (Die Kirche des Heiligen Märtyrers Julian)
Die Kirche wurde im 17.Jh wiedererbaut, an Stelle eines vorherigen, mittelalterlichen Gebäudes. Es erfolgten einige Restaurierungs- und Verschönerungsarbeiten, bis sie das heutige Aussehen annahm. Sie hat eine  neoklassizistische Fassade und ein Kirchenschiff.
(Via Dante Alighieri – Bornio, Villanova del Ghebbo)

 

 

oratoriocanovaOratorio Santissimo Nome di Maria (Das Oratorium des Heiligsten Namens Maria)
Das Gebäude wurde spätestens in der Mitte des 17.Jh erbaut, wo es, laut Volksmund, eine wundersame Erscheinung der Jungfrau Maria gegeben haben soll. Es wird von einer einfachen und ausgeglichenen Architektur charakterisiert und hat auf seiner linken Seite einen kleinen, barocken Glockenturm, der von einer Zwiebelspitze abgeschlossen wird.
(Via Ca’ Nova – Villanova del Ghebbo)

 

 

Geschichte

Der Name ist zusammengesetzt aus “Villanova” (neue Villa) und Ghebbo, was im venezianischen Dialekt “ghebo” = “canale” (Kanal) bedeutet. Jüngste archäologische Ausgrabungen, die in der Nähe von Fratta Polesine ausgeführt wurden, haben die Hypothese aufgestellt, dass auch Villanova del Ghebbo einen prähistorischen Ursprung hat. Im 8.Jh wurde das Kirchlein von San Zenone erbaut, in der Ortschaft Valdentro, von wo der Name Villanova San Zenone herrührt. Die Kirche, die von der Überflutung der Etsch zerstört worden war, wurde am Ufer des Adigetto wieder aufgebaut. Der Fluss Adigetto hatte sich im 11.Jh aus einem Flussarm der Etsch gebildet. Im 12.Jh überließen die Ferraresen San Zenone den Bewohnern von Verona. Diese errichteten eine Burg in der Ortschaft “Gazzo” oder “Ghebbo”, die dann den Namen des Wasserlaufes annahm: von daher der Name “Gazzo”. Der aktuelle Name wurde ab dem 16.Jh angenommen, nachdem es zuvor den Namen Villanova erworben hatte, wie es aus Dokumenten einer betreffenden Versammlung des Klerus in 16.Jh hervorgeht. Zu Beginn des 12.Jh bemächtigten sich die Mantovaner der Burg, die im Anschluss von Ezzelino III von Rom zerstört wurde und zum Besitz von Verona erklärt wurde. Von da an folgt Villanova den geschichtlichen Ereignissen Lendinaras; es wird erst nach Campoformio eine autonome Gemeinde, aber über die sonstigen Ereignisse weiß man wenig, da durch die Begebenheiten mit Napoleon im frühen 18.Jh die Archive des Rathauses zerstört wurden.

 

Nützliche Informationen

Pro Loco Villanova del Ghebbo
Via Roma n° 75
Villanova del Ghebbo
tel. 346 8637490
e-mail: prolocovillanovadelghebbo@gmail.com