Kirchen und Anbetungsstätten

villamarzanachiesabartolomeoChiesa di S. Bartolomeo (Die Kirche des Heiligen Bartolomäus)
Die Kirche des Heiligen Bartolomäus in Gognano wird zum ersten Mal in einer päpstlichen Bulle aus dem Jahr 1123 genannt. Die jetzige Kirche wurde im Jahr 1581 erbaut und neben ihr erhebt sich der antike Glockenturm. Im Jahr 1921, während einiger Restaurierungsarbeiten, erschien auf der Wand des Chors eine antike Temperamalerei, die die Madonna von Loreto mit  dem Jesuskind darstellt. Die sofort interessierten Kunstwissenschaftler ordnen es der Renaissancezeit zu. 
(Via G. Matteotti – Gognano, Villamarzana)

 

 

villamarzanachiesastefanopapamartireChiesa di S. Stefano Papa Martire (Die Kirche des Heiligen Papstes und Märtyrers Stefanus)
Die Kirche wurde schon als Pfarrei im Jahr 972 erwähnt, dann im Jahr 1578 komplett neu errichtet und wahrscheinlich gegen Mitte des 17.Jh mit ihrem heutigen Aussehen vollendet. In ihrem Inneren bewahrt sie einen kostbaren Hauptaltar und eine Orgel auf, die 1860 gebaut wurde.
(Piazzale Chiesa – Villamarzana)

 

 

oratoriomsaluteOratorio della Visitazione di Maria Vergine (Das Oratorium des Besuchs der Jungfrau Maria bei Elisabeth)
Das Oratorium wird auch das Oratorium der Madonna der Gesundheit von Anconetta genannt. Es war im Besitz der Gräfin Maffei von Ferrara und hat einen Altar aus Marmor.
(Via 43 Martiri – Anconetta, Villamarzana)

 

 

oratoriospietroOratorio di San Pietro (Das Oratorium des Heiligen Petrus)
Im Oratorium werden zwei Messen im Jahr gehalten, eine am Tag vom Heiligen Antonius Abate, die andere am Tag des Heiligen Petrus.
(Via S. Pietro Martire – Villamarzana)

 

 

 

Sehenswürdigkeiten

villacagnoniboniottiVilla Cagnoni Boniotti
Wahrscheinlich wurde der Gebäudekomplexes im Jahr 1589 erbaut. Er besteht aus dem nüchternen Herrenhaus an dessen Flanke sich ein Wirtschaftsgebäude anschließt, das einen großen Bogengang hat.
(Via XXV Aprile – Gognano, Villamarzana)

 

 

Geschichte

Zahlreiche archäologische Funde erlauben es, die Existenz von menschlichen Siedlungen entlang des oberen Flusslaufes des Po zu vermuten, die auf das Ende der Bronzezeit zurückgehen. Der Name ist aus “Villa” und “Marziana” zusammengesetzt, das sich im lateinischen MARTIANA wiederspiegelt. Es bildet sich adjektivisch aus dem Subjektiv MARTIUS (März) und der Nachsilbe ANUS, -ANA. In der Römerzeit stand es an der Kreuzung zweier wichtiger Straßen: der Straße von Adria – Trecenta und der von Lendinara – Ficarolo. Im Jahr 1000 wurde Villamarzana vom Papst Martinus an den Bischof von Adria übergeben. Danach kam es unter die Herrschaft der Estensi, auch wenn es, wie um das gesamte Polesine, ständig Streit zwischen den Venezianern und der Familie Carrara gab. Dabei ging es um die Kontrolle der Schifffahrt auf dem Po und der Etsch. Im 15.Jh brach zwischen den Estensi und den Venezianern der “Salzkrieg” aus (was die Trockenlegungsarbeiten abrupt beendete, die in dieser Zone den Namen “Ritratto della Frattesina” bekommen haben). Zum Ende des Krieges kam Villamarzana für drei Jahrhunderte in die Hände der Republik Venedig. Im 18.Jh erlitt es die napoleonische Invasion und kam unter  französische Herrschaft, danach unter österreichische. Im Jahr 1866 wurde es an das Königreich Italien angeschlossen und nahm aktiv sowohl an dem Ersten, als auch an dem Zweiten Weltkrieg teil. Im Laufe des Letzteren wurden vierundvierzig Partisanen von den Nazis grausam ermordet.

 

Nützliche Informationen

Pro Loco Villamarzana
Via 43 Martiri, 49
cell. 340 4874255
e-mail: prolocovillamarzana@libero.it