Kirchen und Anbetungsstätten

sgiorgiotrecentaChiesa di San Giorgio Martire (Die Kirche des Heiligen Martyrers Georg)
Nach einigen Umbauten wurde das aktuelle Gebäude im Jahr 1708 fertiggestellt; an der gleichen Stelle stand schon früher eine Kirche aus dem voherigen Jahrhundert. Sie wurde von dem ferraresischen Architekten Vincenzo Santini geplant. Die große Freske auf der Fassade stellt den “Kampf des Heiligen Georg mit dem Drachen” dar und ist das Werk des Malers Anselmo Baldissara aus dem Jahr 1935. Die Kirche ist Teil der  Typologie der ferraresischen Barockarchitektur des 17. Jh. Ihr Grundriss ist in lateinischer Kreuzform mit drei Kirchenschiffen und elf Altären. Es gibt verschiedene Gemälde, unter ihnen verschiedene Werke des Malers Carlo Bononi.
(Piazza S. Giorgio – Trecenta)

 

sanmaurelioChiesa di San Maurelio (Die Kirche des Heiligen Maurelius)
Die Existenz der Kirche wird in Dokumenten bestätigt die aus dem Jahr 1353 stammen. Die aktuelle Kirche wurde zwischen 1656 und 1674 neu errichtet. Sie zeugt von dem Einfluss der Hauptstadt Ferrara und bewahrt in ihrem Inneren wertvolle Reste von Fresken, die Vittorio Sgarbi dem Maler aus Cento Marco Zoppo (1433 – 1478) zugeordnet hat. Es gibt darüber hinaus noch ein Gemälde, das dem Maler Giovan Francesco Barbieri aus Cento, der auch “il Guercino” genannt wird, zugeschrieben wird.
(Piazza XX Settembre – Sariano, Trecenta)

 

 

oratorio-della-beata-vergine-della-consolazioneOratorio della Beata Vergine della Consolazione (Das Oratorium der Heiligen Jungfrau Maria der Tröstung)
Der Bau des Oratoriums lässt sich auf die zweite Hälfte des 17. Jh zurückführen und ist ein Projekt von Vincenzo Santini. Er baute es auf einer hier vorher stehenden Kapelle, die aus den Anfängen des 16. Jh stammte. Die Vorderansicht und der Glockenturm unterstreichen die Linien der Pfarrkirche, deren Grundriss oval ist. Die Kirche ist den im Krieg Gefallenen gewidmet. In Ihrem Inneren werden drei Altarbilder des ferraresischen Malers Carlo Bononi aufbewahrt, die die Heilige Agathe, die Heilige Lucia und die Jungfrau zwischen den Heiligen Sebastian und Rocco darstellen. Sie gehen auf die ersten Jahre des 17. Jh zurück. Im Jahr 2002 wurden die Restaurationsarbeiten beendet und die Kirche für die Gläubigen wiedereröffnet.
(Via R. Sanzio – Trecenta)

 

Sehenswürdigkeiten

castellosariano2Das Schloss von Sariano (Casa Pepoli)
Das Gebäude ist aus dem 16. Jh und war Besitz der ferraresischen Familie Contrari und kam durch Erbschaft an die Familie Pepoli. Es hat den Charakter des 15. Jh und bindet sich an eine im Veneto eher seltene Bauweise, die im Polesine außergewöhnlich ist. Der Gebäudekomplex ist architektonisch sehr ausgewogen und erfreut sich seiner ursprünglichen Einsamkeit.
(Via Nuova – Sariano, Trecenta)

 

 

palazzo-pepoli-detto-il-palazzonPalazzo Pepoli (genannt “il Palazzon”)
Das Gebäude geht auf das 16. Jh zurück und war Besitz der Familie Contrari. Es wurde im Zusammenhang mit der Grafschaft von Ferrara an die Familie Pepoli aus Bologna vererbt. Die letzten Besitzer des Palazzo Pepoli war die Familie Spalletti, die es im Jahr 1987 an die Region Veneto vermachte, damit es wiederhergestellt und erschlossen werden konnte. Man könnte es als das interessanteste Adelsgebäude bezeichnen, hat es doch typisch charakteristische Eigenschaften der zweiten Renaissance und eine typisch emilianische Architektur. Nach Restaurierungsarbeiten, die in den Kellern und der Beletage durchgeführt wurden, wird es auf für lokale und regionale Events genutzt, es steht für kulturelle und touristische Initiativen zur Verfügung.
(Via A. Canova, 8 – Trecenta)

 

trebbi2Villa Trebbi
Zur Zeit ist Villa Trebbi der Sitz des Rathauses. Ihr Bau geht auf die zweite Hälfte des 17. Jh zurück und wurde von der Familie Trebbi veranlasst. Es wurde von der Stadtverwaltung 1875 gekauft, umgebaut und in den folgenden Jahren an die neuen Bedürfnisse angepasst. Villa Trebbi erinnert an die Geschichte der polesanischen Carbonerier (ein revolutionärer Geheimbund Italiens).
(Piazza G. Marconi, 1 – Trecenta)

 

 

torre-civicaTorre Civica (Zivilturm) 
Erbaut wurde der Turm im Jahr 1888 und diente Dank der ehemaligen Glocke der Kirche von Bagnolo dazu, die Rätsmitglieder zur Stadtversammlung einzuberufen. Heute bleibt nur eine kleine, symbolische Glocke und das Gebäude dient als Sitz der lokalen Polizei, der Stadtbibliothek und hat Versammlungsräume für Tagungen und Kurse. (Piazza G. Garibaldi – Trecenta)

 

 

gorgozucoloI gorghi (Strudel/Wirbel)
Die “gorghi” von Trecenta ist eine Ansammlung von Feuchtgebieten, die von antiken Überschwemmungen zeugen und in tiefer gelegenen Gebieten liegen. Wegen dieser kleinen Tümpel ist die Umgebung besonders reich an Vegetation und Fauna.
Wenn man von Trecenta aus über die Via R.Sanzio in Richtung Sariano fährt, kann man die sechs “Gorghi” von Trecenta bewundern: Gorgo Bottazza (wird schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts in Dokumenten erwähnt), Gorgo Gàspera – wird seit einiger Zeit für die Fischzucht genutzt, Gorghi Magòn (die Gorghi liegen etwa 1,5 km westlich der Ortschaft und sind mehrere Gewässer, die isoliert vom Hauptgewässer, dem sogenannten “Gorgo Bianco”, der gut 13 m tief ist, liegen), Gorgo della Sposa (ist das größte Gewässer im Gebiet von Rovigo und Ferrara, das in zwei Becken unterteilt ist und dessen nördliches Becken über 12 m tief ist.), Gorgo Zùcolo (das kleinste und ungepflegteste Gewässer)
Gorgo Magherino (liegt etwa 3,5 km von Ceneselli entfernt und war Teil der Entwässerungsarbeiten zwischen 1609 und 1625, die von dem Marquis E.Bentivoglio durchgeführt wurden), Gorgo Malopera ist das siebte Gewässer und liegt in der Nähe vom Ortsteil Pissatola. Im Jahr 1989 wurden die Gewässer (Gorghi) von der Region Venedig zu den Umweltschutzgebieten erklärt.

 

Geschichte

Fundstücke aus dem 1.Jh vor Christus bezeugen die römischen Wurzel von Trecenta. Die Namensgebung ist mit seiner Funktion während der römischen Epoche verknüpft: es wird im “ITINERARIUM” erwähnt, (dem Straßenverzeichnis), das dem Kaiser Antonino zugeordnet wird, als: ANNEJANUM (vielleicht von GENS AMNIA abgeleitet) entstand der lateinische Name TRECENTA (erinnert an trecento = 300), was sich wahrscheinlich auf die Ausdehnung eines antiken Besitztums bezieht. Es handelt sich wohl auch um den Rastplatz auf der antiken Via Annia, die CENTRUMTRIGINTA (130 Meilen) von Rimini entfernt war. Die Herrschaft Roms in Trecenta hatte ihren Anfang im 2.Jh vor Christus. Aber erst Anfang des 1.Jh vor Christus erhielt es die lateinische Bürgerschaft und gegen Ende des selben Jahrhunderts die römische. In Folge der Barbaren-Invasionen, die zum Untergang des römischen Reiches führten, erlebte das Land eine lange Krisenzeit. Im 7. Jh war es von dem Bischofssitz in Ferrara abhängig und danach vom Herzogtum Ferraras. Im 13. Jh wird es zum ersten Mal in Dokumenten erwähnt und gehörte damals zum Teil dem estensischen Herzogtum und zum Teil dem Kirchenstaat. Im 15. Jh nahm es an dem “Salzkrieg” teil, der zwischen den Estensi und Venezianern ausgebrochen war. Es wurde von den Venezianern eingenommen, dann aber von den Estensi zurückerobert, die bis zum Ende des 16. Jh die Herrschaft behielten. Nach dem Tod Alfonsos II. von Este, kam es unter die Herrschaft des Kirchenstaates. Im 18. Jh fiel es unter die Herrschaft Napoleons und wurde im Jahr 1815 durch den Kongress in Wien an das Lombardisch-Venezianische Reich angeschlossen, das von den Österreichern regiert wurde. Gegen Ende des 19. Jh trat es dem Königreich Italien bei. Es nahm aktiv an den beiden Weltkriegen teil und wurde von Naturkatastrophen, wie den verschiedenen Überschwemmungen durch den Po und die Etsch heimgesucht, die das gesamte Gebiet des Polesine betrafen. Auch ein Wirbelsturm suchte Trecenta heim, der viele Todesopfer unter der Bevölkerung forderte. 

 

Nützliche Informationen

Consorzio Pro Loco Medio Alto Polesine
Piazza S. Giorgio, 30
Tel. 0425 701457 – 0425 700258 – Fax 0425 700258
e-mail: prolocotrecenta@libero.it

Pro Loco Trecenta
Piazza S. Giorgio, 30
Tel. 0425 701457 – 0425 700258 – Fax 0425 700258
e-mail: prolocotrecenta@libero.it
www.prolocotrecenta.it