Kirchen und Anbetungsstätten

sanmartinoChiesa di S. Martino (Die Kirche des Heiligen Martin)
Erbaut wurde die Kirche 1740 von der Familie Loredan, an der Stelle, an der vorher eine Kirche stand, die etwa aus dem 17.Jh stammte und durch die ständigen Überschwemmungen beschädigt worden war. Sie wurde 1862 wiedererrichtet und im Jahr 1922 von dem Maler Anselmo Baldissara durch Dekorationsarbeiten vervollständigt. Ohne einen Kirchplatz hat sie ein einfaches Kirchenschiff. In ihrem Inneren findet man Gemälde und Altarbilder der venetianischen Schule.
(Via G. Mazzini 187 – San Martino di Venezze)

 

 

smariaassuntaChiesa di Santa Maria Assunta (Die Kirche der Heiligen Jungfrau Maria)
Der Bau der jetzigen Kirche wurde 1903 begonnen und 1909 vollendet. Sie steht an  der Stelle einer Kirche die aus dem 16. und 17. Jh stammte und von der Familie Redetti errichtet worden war. Die Kirche der Heiligen Jungfrau Maria hat ein Kirchenschiff und eine Fassade in Zeltform, die dreigeteilt ist. An den Ecken eingeschlossen ist eine doppelte Reihe von dorischen Lisenen, die übereinanderstehen. Zwischen den zentralen Lisenen im oberen Bereich findet sich ein doppeltes, blindes  Bogenfenster, das in einer rechteckigen Nische liegt. Im Zentrum des Tympanon öffnet sich eine kleine, runde Fensterrose. 
(Via Cavour 817 – Beverare, San Martino di Venezze)

 

 

Sehenswürdigkeiten

villa_giustinianicavenezzeVilla Giustiniani genannt “Ca’Venezze”
Die Villa Giustiniani ist ein großartiger Gebäudekomplex der zu den Villen des Polesine gehört. Sie ist mit einer Mauer umgeben und stammt aus dem 16.Jh. Sie wurde Mitte des 17.Jh und auch im 18.Jh restauriert und erweitert. Sie gehörte der venetianischen Familie Giustiniani. Die Kapelle ist von 1758 und wurde 1884 restauriert. Besuche sind mit Erlaubnis der Besitzer möglich. 
(Saline, San Martino di Venezze)

 

 

 

palazzo_corni-lazzarinPalazzo Corni-Lazzarin
Erbaut wurde das Gebäude im Jahr 1650 von der venezianischen Familie Corni. Sie folgt dem charakteristischen Baustil der venetianischen und palladianischen Villen. Der Palazzo Corni ist ein Beispiel des kleinen Barock aus dem späten 16.Jh. Das Hauptgebäude wird von einem gezahnten Giebel vervollständigt und seitlich von zwei schmalen Schornsteinen flankiert. Der schöne, gezahnte Giebel überspannt den Mittelteil des Gebäudes, das drei übereinanderliegende, identische Türen aufweist.
(San Martino di Venezze)

 

 

 

palazzomangiliPalazzo Mangili-Valmarana
Das Gebäude wurde von der Familie Loredan im 14. Jh gebaut. Es ist ein massives Gebäude, das nach seiner Zerstörung 1860 durch den Dammbruch der Etsch originalgetreu wieder aufgebaut wurde. Seit 1927  ist es der Sitz des Rathauses.
(San Martino di Venezze)

 

 

 

Geschichte

Der Name der Ortschaft scheint von dem lateinischen CASTRUM VENETICORUM (venetianischen Burg) abzustammen, das auf seine Gründung auf Betreiben der Venezianer um das Jahr 1000 zurückgeht und als Bollwerk für den Salzhandel dienen sollte. Ab dem 16.Jh wurde es “Villa Venezze” genannt. Das erste mal wird es in einem Dokument am 6. März 1123 genannt: Die kirchliche Bulle von Callisto II, die die Herrschaft der Benediktiner der Abtei von Vangadizza  über dieses Gebiet bestätigt. Im Jahr 1296 geht es an die Carraresi von Padova, kommt aber schon 1324 unter die estensische Herrschaft. Am Ende des “Salzkrieges” im Jahr 1484 wird es in die Ländereien der Republik Venedig eingemeindet. Seine weitere Geschichte zeigt keine außergewöhnlichen Ereignisse. Verschiedene Male wurde es im Laufe der Jahrhunderte durch Dammbrüche der Etsch heimgesucht; besonders schwer waren die der Jahre: 1634, 1671, 1760 und 1844.