Kirchen und Anbetungsstätten

chiesasangiuseppeChiesa di S. Giuseppe (Kirche des Heiligen Josephs)
Die Kirche wurde im Jahr 1890 gebaut, nachdem die vorherige Opfer der Nähe zum Fluss Etsch geworden war. Sie hat eine einfache zeltförmige Fassade, die von hängenden Bögen umrahmt wird und die von vier glatten Pfeilern unterbrochen wird. In ihrem Inneren bewahrt sie einige Werke auf, die aus dem Bestand der alten Kirche des Heiligen Salvatore stammen und die im Jahr 1887 zerstört wurde; so z.B. den marmornen Kopf des Heiligen Johannes des Täufers aus dem 14.Jh und verschiedene Gemälde aus dem 17.Jh und 18.Jh.  (Via Roma – Pettorazza Grimani)

 

 

pettorazzasantuariomadonnagrazieSantuario della Madonna delle Grazie (Wallfahrtskapelle der Madonna der Gnade)
Die kleine Wallfahrtskapelle aus dem 17.Jh besitzt ein antikes Fresko aus dem 15.Jh. Sie ist den römischen Tempeln nachempfunden mit ionischem Einfluss, hat ein Kirchenschiff und ein kleines Presbyterium. Die Fassade ist im Renaissancestil gehalten und wird von zwei Nischen bereichert, in denen die Statuen des Heiligen Felix und Fortunatus stehen, die die Schutzheiligen der Diözese von Chioggia sind. (Via Papafava – Pettorazza Grimani)

 

 

Sehenswürdigkeiten

ro-pettorazza-grimani-corte-grimani-ricciuti-pettorazza1Corte Grimani ora Ricciuti – Villa Boschetto (ehem.Gutshof Grimani, heute Ricciuti – Villa Boschetto)
Der Gutshof ist ein landwirtschaftlicher Gebäudekomplex aus dem 16.Jh, der im 18.Jh umgebaut und mit großartigen Wirtschaftsgebäuden versehen wurde. Unter den verschiedenen Gebäuden sticht die Scheune “Paradiso” hervor, die einen Laubengang mit 16 dorischen Säulen aus istrischem Stein besitzt. Im Hof befinden sich zwei Brunnenbrüstungen von denen die eine aus der gotischen Epoche stammt. Der Gutshof war autonom; in ihm befanden sich ausser den Wohnungen, den Ställen, Scheunen auch die Kirche, der Brunnen und ein gemeinsamer Ofen, in dem alle Bewohner in bestimmten Abständen ihr Brot buken. (Via Roma – Pettorazza Grimani)

 

 

Geschichte

Pettorazza Grimani wird unter der napoleonischen Herrschaft zu einer Gemeinde und in die Region “Republik Cisalpina” eingegliedert, genauer gesagt in den 8.Bezirk, nämlich den von Adria. Der Name scheint von einem zusammengesetzten, dialektalen Ausdruck zu kommen: “pe torrazza” (Piede = Fuß torrazza – kommt von Torre = Turm) und beschreibt wo der Ort liegt, nämlich am Fuße des Turms an der Etsch. Zu Anfang gehörten nur das Land des Grafen Papafava aus Carrara dazu, das linksseitig des Flusses gelegen war. Aber im Jahr 1783, nach den Umbaumaßnahmen des Flussverlaufes der Etsch, wurde auch das rechtsseitige Gebiet “San Giovanni” hinzugefügt. Bis in das Jahr 1519 streiten sich Padua und Venedig um das Gebiet, bis sie schließlich zu einem Abkommen finden und nach dessen Unterzeichnung eine sieben Fuß hohe wie breite Säule errichtet wird. Auf ihr ist die Madonna mit Kind als Fresko zu sehen; später wird sie in die Kapelle der Papafava überführt. Die nachfolgende Geschichte zeigt keine besonderen Vorkommnisse auf und folgt dem geschichtlichen Verlauf der ganzen Provinz. Die Wallfahrtskirche, die der Heiligen Maria der Gnade gewidmet ist, wurde im Jahr 1691 wiedererbaut, nachdem sie durch verschiedene Überschwemmungen des Flusses beschädigt worden war. Während des zweiten Weltkrieges, vor allem am 23. April 1945, wird das Gebäude von einem Bombenangriff getroffen, die den Fall des Glockenturmes, des Pfarrhauses und des Daches, sowie die Zerstörung einiger Altäre in ihrem Inneren zur Folge hat.