Kirchen und Anbetungsstätten

chiesasanlorenzoChiesa di S. Lorenzo
 (Die Kirche des Heiligen Lorenz)
Die Pfarrkirche von Occhiobello wurde im Jahr 1717 auf Wunsch von don Carlo Malaspina von dem ferraresischen Architekten Angelo Santini gebaut. Die äussere Fassade ist im Barockstil gehalten, das Innere besteht aus drei Kichenschiffen mit einem geräumigen Querschiff und Apsis. Sie bewahrt Handarbeiten aus dem 17.Jh auf, sowie einige wertvolle Gemälde (unter ihnen besonders das der Madonna des Rosario und die des Heiligen Diakons und Märtyrer Lorenz), sowie sieben Altäre und den kostbaren Chor. (Via Roma – Occhiobello)

 

 

santamariamaddalenaChiesa di S. Maria Maddalena (Die Kirche der Heiligen Maria Maddalena)
Errichtet wurde die Kirche im 18.Jh, wurde jedoch im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört, sodass sie zwischen 1952 und 1955 neu aufgebaut werden musste. Das Gebäude übernimmt die architektonischen Züge des byzantinisch-ravennatischen Stils und bleibt bei der romanischen Nüchternheit mit seinem Grundriss in lateinischer Kreuzform und den Rundbögen, die die Seitenschiffe von dem Hauptschiff unterteilen. Der Glockenturm jedoch erinnert mit seinem aus konzentrischen Kreisen bestehenden Spitzgiebel, an den Glockenturm auf dem Piazza San Marco in Venedig. (Via Gorizia – S.Maria Maddalena)


 

 

sgbattistagurzoneChiesa di S. Giovanni Battista di Gurzone (Die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers in Gurzone)
Die Kirche wurde im 14.Jh von der Familie Contari erbaut und ist an die Pfarrei von der Heiligen Maria Maddalena die Lagoscuro angebunden. Sie wurde zuerst 1669 erbaut und im Jahr 1938 wiedererrichtet. (P.zza della Libertà – Gurzone)

 

 

 

Oratorio „Il Cesulin“ (Das Oratorium “Il Cesulin”)
Der Volksmund erzählt, das die Bevölkerung in diesem Gebiet sich oft in dieser Kapelle versammelte, um Gott für die Ernte zu danken und fröhliche Tafelrunden auszurichten. (Via Della Pace – Occhiobello)


Oratorio della Madonna del Rosario (Das Oratorium der Madonna des Rosario)
Die Arbeiten an dem Oratorium der Heiligen Jungfrau des Rosenkranzes gehen auf das Jahr 1843 zurück; das Gebäude ist gradlinig und einfach. (Via Poazzo Inferiore, 7 – Occhiobello)

Oratorio di S. Gaetano (Oratorium des Heiligen Gaetano)

Das Gebäude wurde 1724 auf Wunsch der Familie Savonarola gebaut und war an die Villa Savonarola angeschlossen. Sie wurde kürzlich renoviert. (Via Eridania – Occhiobello)

Oratorio di S. Antonio Abate (Oratorium des Heiligen Antonius Abate)
Das Oratorium geht wahrscheinlich auf das 18.Jh zurück. (Via Piacentina – Occhiobello)

Oratorio di Sant’Eurosia
 (Oratorium der Heiligen Eurosia)
In dem Oratorium, das in der Ortschaft Bacanazza liegt, versammeln sich die Gläubigen auch heute noch zur Prozession der Heiligen Eurosia. (Via Nazionale – S. Maria Maddalena)

 

Sehenswürdigkeiten

palazzopepoliPalazzo Pepoli
Die ursprünglichen Form des Palazzo Pepoli war die eines imposanten Landsitzes. Der Wiederaufbau des Gebäudes war sehr komplex, da es während des letzten Weltkrieges von den deutschen Truppen beschlagnahmt und dann vor dem Rückzug in die Luft gesprengt worden war. Heute bleibt nur noch der Nord-Ost Flügel, der ebenfalls starken Umbauarbeiten unterzogen wurde, was auch an der Teilung des Anwesens lag. Einstmals gehörte das Grundstück, auf dem sich das Gebäude erhob, der Adelsfamilie Contrari aus Ferrara, wie es aus dem notariellen Kaufvertrag von 1409 hervorgeht. Die Güter der Familie Contrari gingen durch Erbschaft an die Familie Pepoli aus Bologna. (Via Bassa – Occhiobello)

 

villaprearoVilla Prearo
Das Gebäude ist im Jugendstil dekoriert und wird auch Villa Podestà (Villa des Bürgermeisters) genannt, da sie Mariano Prearo (1889- 1977) gehörte, der von 1932 bis zum Fall des Regimes, Bürgermeister von Occhiobello war. Bei dem Gebäude handelt es sich um den massiven Bau eines Fabrikgebäudes, das durch die zwei kleinen Türme an den Seiten bereichert wird. Die Kompaktheit des Fabrikgebäudes wird durch die beiden Fenster aufgelockert, die mit Blumenmotiven aus Zement verziert sind. Der Sims unter der Dachrinne ist durch ein Fries mit verschiedenen Tieren bereichert, die wahrscheinlich eine Allegorie auf die Jagd darstellt. Es gibt keine Spuren mehr der Fresken, die das interne Ambiente ausmachten. Heute ist die Villa eine private Residenz. (Via Gurzone, 61 – Occhiobello)

 

 

villasavonarolaVilla Savonarola
Das Gebäude wurde in der zweiten Hälfte des 16.Jh von der Adelsfamilie Savonarola erbaut, nach einer Schenkung des Grafen Alfonso d’Este. Im 17.Jh wurde es ein Kloster der Nonnen der Heiligen Katherina von Siena aus Ferrara und blieb es für ein Jahrhundert lang, bis der Orden aufgehoben und die kirchlichen Gebäude konfisziert wurden.  Nachdem das Gebäude von einem Besitzer zum nächsten wechselte, wurde es schließlich das Hotel, das wir heute sehen. Obwohl es umgebaut wurde, blieb der antike Hauptteil erhalten und man kann das Herrenhaus noch erkennen, mit seiner zentralen Doppeltreppe, dem Taubenschlag und der Scheune. Das angeschlossene Oratorium wurde nach 1724 von der Familie Savonarola erbaut und der Heiligen Jungfrau und später dem Heiligen Gaetano gewidmet. (Via Eridania, 36 – Occhiobello)

 

casacavrianiDas Haus von Carlo Cavriani (Karboner)
Das Haus liegt in der Via Savonarola und war das Wohnhaus des Patrioten Carlo Cavriani (1760 – 1826). Das typisch polesanische Haus, von dem der berühmte Besitzer während einer kurzen Haftzeit abwesend war, die mit den Festnahmen in Fratta Polesine zusammenhingen, bewahrt in seinem Inneren das Modell einer französischen  Guillotine (Leihgabe einer Privatperson). (Via Savonarola – Occhiobello)

 

 

Geschichte

Der etwas jüngere Ortsname wird aus “occhio” (Auge) und “bello” (schön) zusammengesetzt und bedeutet “Schöne Aussicht” – bis zum 18.Jh wurde der Ort “Le Casette” genannt. Der Ursprung geht wahrscheinlich auf das Mittelalter zurück. Dank seiner geografischen Lage zwischen den Sümpfen, wurde es nicht direkt in die zahlreichen Kriege des 14.Jh und 15.Jh zwischen Venezianern und Estenesi um die Kontrolle der Wasserstraße de Po’s verwickelt. Es blieb unter der Herrschaft der Familie Este bis in das Jahr 1597, kam nach dem Tod Alfonsos II unter die Herrschaft des Kirchenstaates und blieb zweihundert Jahre dort. Im Jahr 1797 erlitt es die napoleonische Invasion und wurde 1815 von den Österreichern erobert. Hier wurde Gioacchino Murat, in dem Versuch das Gebiet für Frankreich zurückzuerobern, von den Soldaten des österreichischen Kaiserreiches, verletzt und zurückgeschlagen. Occhiobello wurde, wie der Rest dieser Region, 1866 Teil des Königreiches Italien. Beide Weltkriege haben schwere Zerstörungen angerichtet, weitaus schlimmer war jedoch der Dammbruch des Po’s am 14. November 1951, der es komplett überflutete.

 

Nützliche Informationen

Pro Loco Occhiobello – Santa Maria Maddalena
Piazza Maggiore, 1
Tel. 0425 756299 – Fax 0425 756299
e-mail: prolocoocchiobello@libero.it
www.vivilpo.altervista.org

Veranstaltungen : 

Festa dell’Epifania (Fest der Epifania)
6.Januar – Stadthalle (Auditorium Comunale) in S. Maria Maddalena und Skatebahn neben der städtischen Sporthalle (Palestra Comunale) von S.Maria Maddalena
Aufführung für Kinder in der Stadthalle mit anschließender Preisverleihung für die schönste Weihnachtskrippe durch den Pfarrer. Hierauf werden die Strümpfe mit Süßigkeiten verteilt. Zum Abschluss “Brusen la Vecia” (Verbrennung der Alten / Befana) in Zusammenarbeit mit den “Alpini” (Gebirgsjäger / alpine Militäreinheit Italiens) und einem Imbiss mit heißem Kakao, Pandoro und Panettone.

Karneval in S.Maria Maddalena und Occhiobello
Februar – auf dem Hauptpiazza von S.Maria Maddalena und Umgebung / Piazza Matteotti von Occhiobello und Umgebung
Aufführungen und Spiele für Kinder, Karnevalsumzug für Kinder in Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen, Spiel und Spaß, Verteilung von “Crostoli” und Getränken.

Konzert des 1.Mai
1.Mai -auf dem Hauptpiazza von S.Maria Maddalena
Ab dem Nachmittag stellen sich verschiedene Rockgruppen vor, bis Mitternacht des gleichen Tages. Zum Schluss Pizzaessen mit den Musikern.

Sagra di Sant’Eurosia (Fest der Heiligen Eurosia)
Juni – Ortschaft Baccanazza von S.Maria Maddalena
Prozession in Baccanazza mit anschließendem Abendessen, Animationen und Lifemusik.

Gara Nazionale di pesca al siluro (Nationales Welswettangeln)
Juni – Piazza Maggiore von S.Maria Maddalena
Der Tag ist ausschließlich dem Wels gewidmet, einem typischen Fisch im Po, der ursprünglich aus Osteuropa stammt. Er wurde vor etwa einem halben Jahrhundert in Italien eingeführt und hat sich besonders im Po und in der Etsch ausgebreitet. Der Reiz des Wettangelns besteht darin, die Schwierigkeiten einen Wels zu fangen zu überwinden, vor allem wenn es sich um große Exemplare (über 2m !) handelt. Zum Schluß ist die Preisverleihung und Mittagessen des Vereines.

Fiat 500 Treffen in Occhiobello – in Erinnerung an Erio Tartari
Erster Sonntag im Juli – Piazza Maggiore von S.Maria Maddalena, Restaurant und Versammlungsorte, Einkaufszone von Occhiobello
In Zusammenarbeit mit dem “Car Club 500” von Occhiobello, Versammlung aller Autos auf dem Piazza Maggiore von S.Maria Maddalena (Provinz Rovigo). Danach Mittagessen für alle Teilnehmer an einem vorausbestimmten und von dem Verein und “Car Club 500” gewählten Ort, Lotterie mit verschiedenen Prämien und Auszeichnungen, Rückkehr nach Occhiobello in die Einkaufszone, Wett- und Geschwindigkeits- und Geschicklichkeitsläufe, sowie Wettkampf der Prototypen.

Fiera di Santa Maria Maddalena (Volksfest von Santa Maria Maddalena)
Juli – Piazza Maggiore von S.Maria Maddalena
Dieses Volksfest dauert etwa eine Woche lang. Während der Woche gibt es eine Kirmes für Kinder und Jugendliche; manchmal findet in den umliegenden Straßen des Piazza ein kleiner Markt ab. Jeden Abend gibt es verschiedene Vorführungen, so u.a. Musikgruppen oder Tanzgruppen, Kindertheater und Mundart-Theater.

Un Po d’autunno (Wortspiel – “Ein bisschen Herbst” oder “Der herbstliche Po”)
November
Ausstellung von Gemälden und anderen Werken von polesanischen Künstlern, verschiedene Unterhaltung. Alles im Thema zu unserem großen Fluss.

Hobby- und Antiquitätenmarkt
Jeden vierten Sonntag im Monat – In der Einkaufszone von Occhiobello
In der Einkaufszone von Occhiobello wird der Hobby- und Antiquitätenmarkt organisiert. Es gibt verschiedenste Artikel im Angebot und jeder der möchte kann daran teilnehmen, wenn er sich eine entsprechende Genehmigung besorgt hat.