Kirchen und Anbetungsstätten

lendinara-chiesa-di-s-sofiaChiesa di S. Sofia (Die Kirche der Heiligen Sofia)
Die Kirche entstand auf den Ruinen eines heidnischen Tempels und wurde 1070 von der Familie Cattaneo als Oratorium eröffnet. Nachdem sie lange verfallen war, wurde sie  im 18.Jh erweitert und restauriert. Die Fassade der Kirche, wie sie sich heute darstellt, spiegelt nur zum Teil den ursprünglichen Entwurf wieder. Das liegt an den verschiedenen Renovierungsarbeiten, die  zwischen dem Ende des 19.Jh und dem Anfang des 20.Jh durchgeführt wurden. Der Innenraum besteht aus drei Kirchenschiffen und schließt mit einer geräumigen Apsis, die von einer Kuppel überspannt wird. Von beachtlicher Wirkung sind in ihrem Inneren die Afresken, die Giorgio Anselmi ab 1796 malte. Zudem werden hier auch Werke der Maler Mancini, Zanchi und Fetti aufbewahrt. An der Seite des Doms erhebt sich der Glockenturm, der mit seinen 92,5m einer der höchsten Italiens ist. Dieser wurde zwischen 1797 und 1857 gebaut. (Piazzale Duomo, 4 – Lendinara)

 

chiesasagataChiesa di San Francesco (già di Sant’Agata) – Die Kirche des Heiligen Franziskus (ehemals: der Heiligen Agathe)
Die Kirche des Heiligen Franziskus wurde 1486 für das Kloster der benediktinisch-cassinischen Nonnen gegründet und der Heiligen Agathe gewidmet. Nach verschiedenen Umständen wurde sie den Kapuzinermönchen anbefohlen, die die Kirche von der Heiligen Agathe auf den Heiligen Franziskus umwidmeten. Die Kirche hat ein Kirchenschiff, gestützt von ionischen Pilastern, die in rhythmischer Reihenfolge errichtet sind und ein tiefes Presbyterium, an dessen beiden Seiten Chorräume sind.
Die Fassade mit Giebeldach wird von Pfeilern umrahmt und ist mit einem zentralen Rosenfenster, sowie einem mit Balken gestützten Eingang mit Laubengang, bestückt, der im 19.Jh hinzugefügt wurde. Im Inneren befinden sich zahlreiche Gemälde. (Via San Francesco, 17 – Lendinara)

 

chiesasbiagioChiesa di S. Biagio (Die Kirche des Heiligen Biagio)
Die elegante, neoklassizistische Kirche des Heiligen Biagio wie sie sich heute zeigt, geht auf das 18.Jh zurück, aber schon im 12.Jh gab es hier ein Oratorium, das dem Heiligen Biagio von Lendinara gewidmet war und dem das Kloster der “Umiliati” angeschlossen war. Die Fassade der Kirche wird von vier Säulen gekennzeichnet, die den mit aufrechten Statuen geschmückten Giebel abstützen. Die beiden Seitenflügel werden von ausladenen Rundbögen begrenzt und aus einem der Seitenflügel erhebt sich der Glockenturm, der auf das 17.Jh zurückgeht. Das Innere ist in drei Kirchenschiffe unterteilt und wird durch eindrucksvolle Säulen zusammengefügt. Die Seitenaltäre sind mit Altarbildern verschiedener Künstler ausgestattet, unter ihnen: Lazzarini, Zanchi und Andrea Vicentino. In der Kirche wird auch ein Bild über den  “Besuch von Maria bei Elisabet” (Visitazione) aufbewahrt, das von Sebastiano Filippi oder noch wahrscheinlicher von Dosso Dossi gemalt wurde, sowie Afresken von Aldiverti. (Riviera S. Biagio, 19 – Lendinara)

 

chiesasgiuseppeChiesa di S. Giuseppe (Die Kirche des Heiligen Joseph)
Die kleine, anmutige Kirche steht gegenüber des imposanten, südlich des Pfarrdoms stehenden, Glockenturmes. Sie wurde um 1500 gebaut und war ursprünglich der Heiligen Maria der Gnaden gewidmet. Sie wurde Sitz der Bruderschaft der “Flagellanten”. Sich selbst überlassen verfiel sie, sodass sie sogar zur Scheune verkam. Zur Versteigerung freigegeben wurde sie von don Francesco Antonio Baccari gekauft und restauriert. Dieser ließ sie mit Bildern ausschmücken und brachte hier wertvolle Reliquien unter, die ihm von Papst Leon XII geschenkt worden waren. Im Jahr 1822, wurde sie der Reise des Heiligen Josephs gewidmet, wiedereröffnet und dient heute als Battisterium des Domes. (Via S. Giuseppe, 7 – Lendinara)

 

santuario-madonnapilastrelloSantuario della Madonna del Pilastrello (Heiligtum der Madonna des Pilastrello)
Das Gebäude wurde von 1577-1578 zur Ehre einer kleinen Statue aus Olivenholz gebaut, welche die Madonna mit Kind darstellt (La Madonna Nera). Man erzählt, dass sich während der Ausschachtungsarbeiten eine nahegelegene Quelle rot färbte und das Wasser Heilungskräfte bekam. Das rief Kranke auch aus weit entfernten Orten herbei. Die Quelle wurde kanalisiert und in der “Capella del Bagno” (Kapelle des Bades) geschützt; die Statue wurde 1981 gestohlen und durch eine Kopie ersetzt. Der Raum innerhalb der Kirche ist in drei Kirchenschiffe aufgeteilt und wird in rhytmischer Reihenfolge von Bögen unterbrochen, die sich im zentralen Mittelpunkt auf Pfeiler stützen. Die Kirche enthält zahlreiche Fresken und Gemälde, unter ihnen ein Werk, das Domenico Robusti, genannt Tintoretto, zugeschrieben wird. Weiterhin gibt es Werke von Paolo Caliari (il Veronese), F. Montemezzano, A. Trevisani, G. Chiacigh, T. Sciacca und anderen Malern. (Via Santuario, 35 – Lendinara)

 

sroccoChiesa di S. Rocco (Die Kirche des Heiligen Rocco)
Die Kirche des Heiligen Rocco wurde 1516 auf Wunsch des Stadtrates errichtet, aus Dankbarkeit dem Heiligen Rocco gegenüber, für die Bewahrung vor der Pest im Jahr 1511. Sie war an die Kirche des Klosters der Servitenbrüder angeschlossen. Zwischen 1923 und 1927 ging sie in den Besitz der Komune über und diente als Kriegerdenkmal des Großen Krieges (1.Weltkrieg). Bei äußeren Sanierungen wurde das Aussehen des 15.Jh wiederhergestellt, während das Innere durch Wandgemälde des veronesischen Künstlers Angelo Zamboni dekoriert wurde, auf denen Geschichten des Krieges dargestellt werden. Dort wo sich einst das Kloster erhob findet sich heute ein eindrucksvoller “Park der Erinnerungen” (“delle rimembranze”). (Via IV Novembre – Lendinara)

 

 

chiesasannaChiesa di S. Anna (Die Kirche der Heiligen Anna)
Die Kirche der Heiligen Maria und der Heiligen Anna erhebt sich an einer schönen kleinen Piazza und wurde 1433 auf Wunsch von Anna Bollato Falconetti erbaut. Während des 16. und 17.Jh gab es bei der Kirche ein Benediktinerinnen Kloster. Im Jahr 1799 wurde es von Russen genutzt, die hier ihre orthodoxen Riten feierten. Die Kirche wurde im 18.Jh auf Wunsch und unter Aufsicht von don Gaetano Baccari restauriert. Die Ziegelsteinfassade wurde in den dreißiger Jahren des 19.Jh renoviert. Hier wurde die erste öffentliche Schule von Lendinara geboren. (Piazzetta Sant’Anna – Lendinara)

 

 

sangiacomoChiesa di S. Giacomo Apostolo (Die Kirche des Heiligen Apostels Jakobus)
Die Kirche existiert schon seit einigen Jahrhunderten, aber es ist schwierig das genaue Gründungsjahr zu bestimmen. Die Kirche, wie wir sie heute sehen ist das Ergebnis der Erneuerung, die Anfang des 19.Jh stattgefunden hat. Die schöne Ziegelsteinfassade ist in eklektischem, römisch-gotischen Renaissance-Stil gebaut, die nicht auf das dreigeteilte Innere der Kirche schließen lässt. Auf dem ersten Altar rechts findet sich das Gemälde der “Madonna des Rosenkranzes”, das aus der vorigen Kirche stammt und die für das Werk des lendinaresischen Malers Gianbattista Albrizzi (1656) gehalten wird. Aus der antiken Kirche stammen auch die Altäre aus dem 16.Jh. (Via Centro, 22 – Ramodipalo)

 

 

sandreaChiesa di S. Andrea Apostolo (Die Kirche des Heiligen Apostels Andreas)
Die Kirche des Heiligen Apostels Andreas wurde in den verschiedenen Epochen immer wieder neu errichtet. Ihre aktuelle Form ist die eines lateinischen Kreuzes, die das Ergebnis verschiedener Eingriffe in den ersten Jahren des 18. Jh ist und die nach und nach bis in die ersten Jahre des 19. Jh umgebaut wurde. (Via Ex Provinciale, 4 – Rasa)

 

 

 

sanbarnabaChiesa di S. Barnaba Apostolo (Die Kirche des Heiligen Apostels Barnabas)
Erbaut wurde die Kirche Ende des 18. Jh auf einer schon bestehenden Kirche. Das Innere besteht aus einem Kirchenschiff mit einer tiefen Apsis. Die barocken Altäre sind aus farbigem Marmor und stammen vielleicht aus der vorherigen Kirche. (Via Barbuglio, 2 – Saguedo)

 

 

 

sannicolavescovoChiesa di S. Nicola Vescovo (Die Kirche des Heiligen Bischofs Nicola)
Bei der Kirche in neorömischem Stil,  handelt es sich um einen Tempel mit einem  Kirchenschiff und einem Altar an jeder Seite. Konstruiert wurde sie Mitte des 16. Jh und im Jahr 1927 komplett restauriert. (Via Barbuglio, 18 – Barbuglio)

 

 

 

oratoriomadonnasaluteOratorio della Madonna della Salute (Oratorium der Madonna der Gesundheit)
Das Oratorium wurde um das Jahr 1850 erbaut. Die kleine Kirche hat einen schönen Saal und war höchstwahrscheinlich Teil der Wohnstätte der Familie Baccaglini. Sie hat einen Altar auf dessen marmornen Front eine bemalte Tafel mit der Madonna der Gesundheit (1942) ist. Sie ist das Werk des dalmazischen Künstlers G. Chiacig, der eine Kopie von einem verschwundenen Fresko malte, die auf das 13. Jh zurückgeht. (Via Porta di Sopra – Ramodipalo)

 

 

 

Sehenswürdigkeiten

teatroballarinIl „Granarazzo“ (Getreidespeicher) – Theater Ballarin
Seit dem 14. Jh wurde das Gebäude als Getreide- und Lebensmitteldepot benutzt. Es wurde im Jahr 1812 von G.Ballarin gekauft und in ein Theater umgewandelt. Im Laufe des 19.Jh wurde es als Kino genutzt, in jüngerer Zeit restauriert und wieder der Nutzung als Theater zugeführt (September 2007). (Via G. B. Conti, 4 – Lendinara)

 

 

palazzocontiboldrinPalazzo Malmignati Conti – Boldrin
Das Gebäude wurde in ferraresischem Stil in der ersten Hälfte des 16.Jh auf Wunsch des Ritters der Serenissima Vincenzo Malmignati erbaut. Heute ist es der Sitz der Stadtbibliothek, die im Jahr 1787 gegründet wurde. Die Fassade ist schlicht und geradlinig und in zwei Etagen unterteilt: 1. Dem unteren Bereich, der von einem hohen Sockel bestimmt wird und einen großes, bogenförmiges Eingangsportal hat über dem das Wappen der Familie angebracht ist. 2. Dem oberen Bereich, der durch die Gegenwart einer klassischen Marmorloggia charakterisiert wird und ein dreibogiges Fenster mit Fensterrahmen aus Terrakotta hat. (Via G. B. Conti, 30 – Lendinara)

 

 

lendinarapalazzo-dolfin-marchioriPalazzo Dolfin Marchiori
Das Gebäude wurde im 15.Jh errichtet und im 16.Jh radikal umgebaut. Es hat eine schön gestaltete Fassade mit drei Fenstertypen; im ersten Stock ein großes Dreifachfenster mit Balkon. In seinem Inneren finden sich Räume mit dekorativen Gemälden aus dem 18.Jh (mit Szenen aus der Göttliche Komödie) von Vincenzo Gazzotto. Dazu gehört ein Park mit Teich, Statuen und großer Pflanzenvielfalt. Die Pferdeställe sind in neogotischem Stil erbaut. (Via Giuseppe Garibaldi, 26 – Lendinara)

 

 

lendinara-palazzo-malmignatiPalazzo Malmignati
Das Gebäude liegt rechtsseitig an dem Fluss Adigetto und wurde im 17.Jh von der ferraresischen Adelsfamilie Malmignati in Auftrag gegeben. Auf dem Dach kann man vier schmucke Kamine aus dem 17.Jh erkennen, die mit einer Marmorkuppel bestückt sind. Im Inneren des rechteckigen Gebäudes befinden sich wunderschöne Hallen. Ursprünglich wurde der Gebäudekomplex von Mauern umgeben. Der italienische Garten präsentiert sich heute mit vier Blumenbeeten und einem Wasserbecken als Mittelpunkt. (Riviera San Biagio, 53 – Lendinara)

 

 

lendinarapalazzo-comunalePalazzo Comunale (Das Rathaus)
Errichtet wurde das Gebäude im 14.Jh von den Estensi und ist heute der Sitz des Rathauses von Lendinara. Die Ziegelsteinfassade ist in zwei Etagen unterteilt: die unteren Etage mit einem Bogengang, der von Marmorsäulen getragen wird und dem oberen Stockwerk, der von vier rechteckigen Fenstern bestimmt wird. Zwischen den beiden zentralen Fenstern ist in einer Nische eine Statue der Madonna mit Kind (1618) untergebracht, die das Bild der Heiligen Jungfrau von Pilastrello darstellt. Im 16.Jh wurde das Gebäude “Monte di Pietà” (1501) an das Rathaus angegliedert. Im unteren Stockwerk befindet sich das historische Kaffee :”Caffé Grande”, das auf die Loge des Palazzo Comunale ausgerichtet ist. (Piazza Risorgimento, 1 – Lendinara)

 

lendinara-il-caffe-grandeIl Caffè Grande
Das Café wurde Anfang des 19.Jh gebaut, befindet sich unter der Loggia des Rathauses und bietet vorzügliche Stuckereien und große Räume.
(Piazza Risorgimento, 1 – Lendinara)

 

 

 

lendinara-palazzo-perolariPalazzo Perolari
Dieses Gebäude mit ferraresischer Typologie geht auf das 16.Jh zurück. Im Jahr 1923 kommt es in den Besitz der Komune, der es zusammen mit seinem reichen Privatarchiv geschenkt wurde. Es hat eine stattliche Fassade und ist heute Sitz verschiedener Vereine. Auf den Ländereien, die hinter der Villa liegen, befinden sich die Sportanlagen von Lendinara. (Via Perolari, 54 – Lendinara)

 

 

lendinaratorre_orologioTorre dell’orologio (Der Uhrenturm)
In antiken Zeiten war dieser Turm einer der Eingänge der Stadtmauer. Erst im 16.Jh wurde er zu einem Glockenturm, der mit einer großen Uhr bestückt wurde. Der Turm hat eine quadratische Form, vier Etagen und ist mit Zinnen versehen. Das Tor ist spitzbogenförmig gebaut. (Via Cesare Battisti, 1 – Lendinara)

 

 

lendinaratorre-maistraTorre Maistra e Palazzo Pretorio
Es handelt sich bei diesem Gebäude um eines der antikesten estenesischen Bauten des Polesine, denn es geht bis auf das 13.Jh zurück. Erbaut wurde es als Burg, die zugleich Wohn- und Militärsitz zunächst der estenesischen Herrscher und später der venezianischen Herrscher war. Es besteht aus dem Bergfried, der 25 Meter hoch ist und einem niedrigeren Gebäude, das mit Zinnen und einem großen Eingangsportal versehen ist. In späteren Zeiten wurde es als Gefängnis genutzt. (Via Adua, 1 – Lendinara)

 

 

casasabiniCasa Sabini
Das Gebäude liegt neben dem Uhrenturm und ist ein stilvolles Haus aus dem 17.Jh. Der Bauplan wird dem Architekten aus Lendinara Don Giacomo Baccari zugeschrieben. Im unteren Bereich der Fassade findet man schöne, schmiedeeiserne Fenstergitter. (Piazza Risorgimento, 21 – Lendinara)

 

 

palazzocattaneoPalazzo Cattaneo
Das Gebäude der veronesischen Adelsfamilie Cattaneo, deren Herrschaft über das Land bis auf 870 zurückgeht, wurde im 15.Jh gebaut. Das Innere des Gebäudes ist gemäß dem typisch tradizionellen-venezianischen Muster erbaut und hat zentrale Salons mit seitlichen Räumen. In der “Beletage” (Wohnraum der Adeligen) sind die Wände mit Fresken geschmückt, die das alltägliche Leben und Landleben darstellen. Gemalt wurden sie im Jahr 1715 von G.Boschetti aus Udine. (Via Garibaldi – Lendinara)

 

 

villazerbinatiVilla Zerbinati
Das Gebäude besteht aus einem Mittelteil, der von einem Tympanon überspannt wird und zwei einfachen Seitenflügeln. Vielleicht im 16.Jh erbaut, wurde es im 20.Jh radikal umgebaut. Im Laufe des 19.Jh wurden die inneren Salons in kleinere Zimmer unterteilt. Eine Zeitlang wurde der linke Flügel von einer Apotheke genutzt, daher wurde dem Gebäudekomplex auch der Name: “Spiziara” gegeben. (Via Centro, 8 – Ramodipalo)

 

 

casamarioCasa dei Mario
In der “Via del Santuario” befindet sich das Haus in dem Alberto Mario lebte und starb. An der Fassade findet man eine Steintafel, die an ihn erinnert und ein bronzenes Medallion, Werk des Melaresen Policronio Carletti, der die Großzügigkeit von Jessie White bezeugt. Dieser hatte seinen Garten dem Arbeiterverein gespendet, um dort dort die ersten Häuser für Arbeiter bauen zu können. (Via del Santuario – Lendinara)

 

 

lendinara-pontiBrücken von Lendinara
Die Brücke der Kapuziner zwischen Via Perolari und Riviera del Popolo, die Bahnhofsbrücke zwischen Via Fava und Via Canozio und die Brücke des Piazza zwischen dem Piazza Risorgimento e Riviera San Biagio wurden im 19.Jh erbaut oder restauriert. (Lendinara)

 

 

 

arco-castel-trivellinArco di Castel Trivellin (Der Bogen der Burg Trivellin)
Der Bogen ist der Rest eines mittelalterlichen Stadttores von Lendinara. (Riviera San Biagio / Viale fava – Lendinara)

 

 

 

Kriegerdenkmal des Ersten Weltkrieges
Das Kriegerdenkmal wurde anstelle der ehemaligen Kirche des Heiligen Rocco errichtet. In der Nähe befindet sich der “L’alboron di S.Rocco” (der Baum des Heiligen Rocco). (Via IV Novembre – Lendinara)
Casa Baccari
Ein Haus aus dem 18.Jh (Via Santuario, 29 – Lendinara)
Casette Operaie
Die Arbeiterhäuser der “Società Operaia Lendinarese” (Arbeiterverein) wurden Anfang des 20.Jh gebaut. (Via del Santuario, 2 – Lendinara)
Villa Cappellini heute Ferraccioli
Die Villa ist ein einfaches Bauwerk typisch für das 16.Jh mit einem Balkon auf der “Beletage” und Speichern im obersten Stockwerk. (Via Porta di Sopra – Lendinara)

 

Geschichte

Wie archäologische Funde belegen reichen die Wurzeln Lendinaras bis auf die römische Epoche zurück. Wenn man die keltische Etymologie zu Grunde legt, so bedeutet der Name Lendinara “befestigte Erde” und geht somit auf die Zeit der “Invasionen der Barbaren” (germanischen Kriege) zurück. Im Jahr 870 war Lendinara im Besitz der veronesischen Familie Cattaneo, deren Herrschaft vier Jahrhunderte andauerte: sie machten aus dem Ort ein blühendes Zentrum, die ihre eigene Verteidigungsanlage hatte und mit vielen anderen Orten durch Straßen und Wasserstraßen verbunden war. Im Jahr 1246 wurde es von Ezzelino III. aus Romano zerstört und ging zunächst an die Padovaner und dann an die Estenesi. Unter deren Herrschaft wurde es mit einer Burg ausgerüstet, glänzte mit Kunst und Kultur und erlebte 1385 die Gründung des ersten Pfandhauses im Polesine. Ab 1482 kam es für ca. drei Jahrhunderte unter die Herrschaft Venedigs und erfreute sich einer Zeit wirtschaftlicher und politischer Sicherheit. Nachdem es 1495 eine Gemeinde geworden war und im 15.Jh die Förderung der Landwirtschaft durch zahlreiche Entwässerungsarbeiten angekurbelt worden war, registrierte es im 17.Jh einen solchen kulturellen Aufschwung, dass es das “Athen des Polesines” genannt wurde. Auf die französische Besatzung folgte die österreichische und im Jahr 1866 wurde es an das Königreich Italien angeschlossen. Das 18.Jh war sehr schwierig, da es von Bauernstreiks und starker Emigration geprägt war.

 

Nützliche Informationen

Pro Loco Lendinara
Via Adua, 3
45026 Lendinara (RO)
Tel. 329 8607060 – Fax 0425 641303

e-mail:  alda.proloco@libero.it
www.prolocolendinara.it

 

Veranstaltungen :

Miss Befana Polesana
6.Januar
Umzug der Befana auf den Straßen der Ortschaft 



Carnevale dei Bambini
 (Kinderkarneval)
Am Sonntag vor Aschermittwoch
Karnevalsumzug mit Karnevalswagen auf den Straßen der Ortschaft

Fiera di San Marco – Lendinara in fiore
 (Messe des Heiligen Markus – Lendinara im Blumenkleid)
25.April 
Landwirtschaftsmesse mit der Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte, Blumen- und Themenstände, Kirmes und gastronomische Stände mit typisch, einheimischen Produkten

Tuttinbici (Alle auf’s Fahrrad) 
2.Juni 
Ökologische Fahrradtour

Festa della Birra
 (Bierfest)
In der dritten Juliwoche



Mostra scambio dell’hobbismo e antiquariato notturna (nächtliche Ausstellung von Hobbyartikeln und Antiquitäten)

14.August
Stände auf den Straßen des Stadtzentrums



Fiera del Settembre Lendinarese (Septemberjahrmarkt in Lendinara)

8.September 
Kirchliche Veranstaltung in der Basilica del Santuario della Madonna del Pilastrello,
Händler zeigen auf der Messe ihre handwerkschaftlichen Produkte, Stände mit thematischen Produkten, Kirmes und gastronomische Stände mit typisch, einheimischen Produkten

Piazza dei sapori d’autunno – Aspettando Halloween (Piazza mit Herbstgeschmack – Warten auf Halloween)
31.Oktober
Marktstände zum Thema, gastronomische Stände mit typisch, einheimischen Produkten, Kinderumzug in Verkleidung auf den Straßen der Stadt



Villaggio di Natale (Weihnachsdorf) 

Vom 22.Dezember bis 6.Januar 
Weihnachtsmarkt mit gastronomischen Ständen mit typisch, einheimischen Produkten, Ständen mit Geschenkideen und Handgemachtem

Mostra Presepi (Ausstellung von Weihnachtskrippen)

8.Dezember bis 28.Februar – Palazzo Pretorio



Presepe Vivente (Lebende Krippe)
24.Dezember – Piazza Risorgimento

Sagra di Rasa (Volksfest in Rasa) 
Juli – Rasa di Lendinara
Gastronomische Stände und Gesellschaftstänze