Kirchen und Anbetungsstätten

 

chiesasgiovannibattistaChiesa di S. Giovanni Battista (Die Kirche des Heiligen Johannes des Täufers)
Die Kirche wurde zwischen 1162 und 1167 erbaut, dann aber im Laufe der Zeit mehrere Male erweitert und restauriert. Eine dieser Renovierungen geht auf das Jahr 1300 zurück, wie eine Steintafel berichtet, die heute noch an der Fassade sichtbar ist. Eine weitere Renovierung geht auf die ersten Jahrzehnte des 15.Jh zurück, der eine feierliche Einweihung am 2.Juli 1532 folgte. In den ersten Jahren des 18.Jh wurde die Decke über drei Meter angehoben und dann von Giovanni Battista Canal, der der venezianischen Schule angehörte, mit Fresken bemalt. (Via Umberto I – Costa di Rovigo)

 

 

chiesasanroccoChiesa Parrocchiale di S. Rocco Confessore (Die Pfarrkirche des Heiligen Beichtvaters Rocco)
Der Bau der Kirche geht auf die Zeit zwischen 1593 und 1605 zurück, sie wurde auf Wunsch der Bewohner Costiolas gebaut, die mit Engagement und Ehre die Kosten des Baus und des Unterhalts des zukünftigen Pfarrers übernahmen.
In ihrem Inneren kann man einige Fresken des Malers Giovanni Battista Canal (1745 – 1825) und eine noch heute funktionstüchtige Kirchenorgel von Gaetano Callido (1782 oder 1789) bewundern. (Piazza S. Rocco – Costa di Rovigo)

 

 

oratoriosmariaassuntaOratorio di S. Maria Assunta detta dei Battuti – Sacrario ai Caduti per la Patria (Das Oratorium der Heiligen Jungfrau Maria, genannt die Jungfrau der Geschlagenen – Das Heiligtum wurde den fürs Vaterland Gefallen gewidmet)
Das Oratorium wurde im Jahr 1636 geweiht, so kann man es der Innschrift auf der Vorderseite des Altars von Verona entnehmen. 1785 wurde es neu errichtet, da es große Baumängel aufwies und es erhielt so wahrscheinlich sein jetziges Aussehen zusätzlich zu dem Glockenturm aus dem 17.Jh. Die Fassade des Gebäudes wird durch drei Statuen auf dem Tympanon aufgewertet: im Zentrum die Madonna mit Kind und an den beiden Seiten zwei liegende, weibliche Steinstatuen. Am 25.Juni 1961 wurde das Gebäude den Gefallenen der Heimat gewidmet. In seinem Inneren bewahrt dieses Monument von dem ursprünglichen Oratorium den Altar aus Verona, zwei Beichtstühle und ein Weihwasserbecken aus behauenem Stein auf. (Piazza S. Giovanni Battista – Costa di Rovigo)

 

Museen

Museo etnografico „a l’alboron“ di Costa di Rovigo (Das etnologische Museum “a l’alboron” von Costa di Rovigo)

museocosta2Dieses Museum sammelt, archiviert und bewertet Dokumente und historische Fundsachen, die mit der sozialen, wirtschaftlichen und religiösen Geschichte des Gebietes um Costa di Rovigo zu tun haben.
Da es sich hier um ein sozioökonomische Realität handelt, deren hauptsächlicher Schwerpunkt auf der Landwirtschaft beruht, schmückt sich das Museum mit einem thematischen Ausstellungsrundgang. Hier werden besonders die Wechsel der Jahreszeiten herrausgearbeitet, die seit Urzeiten das Leben der Bauerngemeinden geprägt haben, indem sie Lebensmittel und die Verfügbarkeit der Rohstoffe bestimmten. Nach einer kurzen Vorstellung der Ebene um Costa di Rovigo und seiner Entstehungsgeschichte, hat der Besucher die Möglichkeit dem jährlichen Produktionszyklus zu folgen, der durch viele spezifische landwirtschaftliche Geräte erläutert wird. Man kann sich in das häusliche Ambiente hineinfinden und die Wichtigkeit der handwerklichen Aufgaben bewundern. Ebenso kann man sich über die Geschichte dieser kleinen, aber antiken Wohnanlage, die auf den Deichen des Adigetto entstanden ist, informieren.

 

Informationen
Presso Palazzo Bighetti, via Dante 286 – Costa di Rovigo
tel. 0425 497272 (Municipio) tel. 0425 497107 (Biblioteca)
info@comune.costadirovigo.ro.it

Öffungszeiten
Jeden Samstag, (ausser an Feiertagen) von 15.00h – 18.00h
Geführte Rundgänge nach Terminabsprache Donnerstags
Eintritt ist frei

 

Sehenswürdigkeiten

 

villasandiVilla Sandi
Die Villa Sandi, die schon Anfang des 19.Jh existierte, wurde 1886 von dem Grafen Stefano Medina aus Lastra gekauft. Dieser ließ das Gebäude bis 1889 radikal umstrukturieren. Dabei verwendete er sehr originelle Kriterien, die den Grafen, sowohl an die dalmazisch-venezianische Herkunft seiner Familie, als auch an seine langen Aufenthalte im Orient, erinnerten. Von außen präsentiert sich das Hauptgebäude in seiner ganzen originellen architektonischen Pracht. Diese beruht auf der Vermischung von klassischen Elementen (marmorne Fensterrahmen, die gesetzte und symmetrische Aufteilung der Öffnungen) und dem Einfügen von dekorativen Elementen aus Terrakotta am Westteil des Gebäudes, sowie auf der Gebäuderückseite, mit  Blick auf den Garten. Eine wertvolle, im Jugendstil gearbeitete Treppe, die fast nur aus bearbeitetem Tuffstein besteht, führt in den Garten hinab. Das innere des Gebäudes bewahrt bis heute sein edles, ursprüngliches Aussehen. Die Villa ist nicht für Besucher geöffnet. (Via Guglielmo Marconi, 11 – Costa Di Rovigo)

 

Geschichte

Der Ortsnamen “Costa di Rovigo” (Küste von Rovigo) wird eindeutig von seinem Standort hergeleitet. Am Ufer des Adigetto gelegen, bezog der Ort sein Leben und seinen Reichtum aus dem Fluss.
Wie aus einigen Dokumenten aus 1115 hervorgeht, war Costa di Rovigo unter der Herrschaft der Estenesi. Es kam zu einer Auseinandersetzung zwischen dem estenesischem Haus und der Abtei von Pomposa, in der es um ein Geschenk der Estenesi an ein Benediktinerkloster auf Murano ging. Dieser Streit wurde erst 1173 beigelegt, wobei die Ortschaft unter den Benediktinern und den Estenesi aufgeteilt wurde. Im Jahr 1482 kam es unter die Herrschaft der venezianischen Republik und folgte dem Schicksal Rovigos. Als 1797 der venezianische Stern unterging, begann die napoleonische Besatzung, der 1815 die der österreichischen folgte, um dann 1866 vom Königreich Italiens annektiert zu werden.

 

Nützliche Informationen

Pro Loco Costa di Rovigo
Via Vittorio Emanuele, 18
cell. 345 2787214 – 340 5645275
e-mail: proloco.costadirovigo@gmail.com

Veranstaltungen :

 

Fiera di San Giovanni Battista (Markt des Heiligen Johannes des Täufers)
Juni

Pro Loco Fest – Porto San Giorgio
Juli

Costa Medievale (mittelalterliche Küste)
Oktober

Karneval
Februar