Kirchen und Anbetungsstätten

sstefanoChiesa di S. Stefano (Kirche des Heiligen Stefanus)
Die Kirche des Heiligen Stefanus hat einige Restaurierungen mitgemacht. Baufällig und heruntergekommen wurde sie 1574 von den Grundmauern her neu aufgebaut. Mit nur einem Kirchenschiff bekam sie einen neuen Hauptaltar und den Altar der Madonna, der in die Mitte der Kirche gesetzt wurde. Sie wurde am 10. August 1582 geweiht.
Fast Hundert Jahre später kam es zu zwei großen baulichen Eingriffen: die Kirche wurde verlängert und verbreitert und bekam einen beeindruckenden Glockenturm an die Seite gestellt, der in fünf Jahren (1659-1664) errichtet wurde. Im Jahr 1673 wurde das Innere erweitert: bis heute hat sie drei Kirchenschiffe, die von Gio Batta Barbieri aus Ferrara entworfen wurden. Die Decke wurde in den ersten Jahren des 19.Jh großzügig mit Fresken bemalt. Es sind acht Altäre, die von hervorragender Fertigung sind: der Hauptaltar und der Altar der Madonna sind monumental. Es gibt Gemälde und Altarbilder der venezianischen, ferraresischen und bolognesischen Schule. Die Kirche ist mit einer der besten Orgeln der Provinz ausgestattet; das Instument wurde in antiker Weise gefertigt und besitzt z.Zt. zweitausend Orgelpfeifen. Die Fassade der Kirche ist in seinem ursprünglichen barokkem Stil erbaut. (Piazza Libertà – Castelmassa)

 

Oratorio del SS. Nome di Maria (Oratorium des Heiligsten Namens der Maria)
Die Kirche des Heiligen Stefanus ist mit dem Pfarrhaus verbunden, das wiederum seinerseits an das Oratorium des Heiligsten Namens der Maria angebaut ist. Das Oratorium ist mit drei anmutigen Skulpturen des 17.Jh von Andrea Ferreri geschmückt: im Mittelpunkt die Madonna mit Kind und an den beiden Seiten zwei Engel. (Piazza Libertà – Castelmassa)

Oratorio dei Santi Rocco e Sebastiano (Oratorium des Heiligen Rocco und Sebastian)
Das Oratorium des Heiligen Rocco und Sebastian wurde im Jahr 1668 von der Adelsfamilie des Marquisen Crispi Manfredi erbaut und wurde jüngst restauriert.

Cappella della Beata Vergine del Rosario (Kapelle der Heiligen Jungfrau des Rosenkranzes)
Die Kapelle wurde Ende des 19.Jh erbaut und beherbergt eine Statue der Madonna mit Kind. (Via Spinea – Castelmassa)

 

Sehenswürdigkeiten

piazzadoncamilloPiazza Libertà
Dieser Platz ist auf dem Buchdeckel des berühmten Buches “Peppone und Don Camillo” von Giovannino Guareschi verewigt. Der Autor und Giornalist hielt auf einer Radfahrt über den Deich der Etsch erstaunt an, als er auf der venezianischen, linken  Seite des Flusses eine typisch emilianische Stadtstruktur entdeckte. Er wußte nicht, dass Castelmassas seine Wurzeln für 700 Jahre in die Geschichte Ferraras gründete. Guareschi bewunderte den Piazza so sehr, dass er ihn auf dem Buchdeckel seines Buches darstellte. (Piazza Libertà  – Castelmassa)

 

 

Palazzo Bentivoglio
Der Palazzo Bentivoglio liegt an dem zentralen Piazza Libertà und war der Wohnsitz der bolognesischen Adelsfamilie Bentivoglio, die bis auf das 16. Jh zurückgeht. Eine lange Restaurierung (bis 1996) von Seiten der Familie Cazzola, ließ ihn neu in seinem alten Glanz erstrahlen. (Piazza Libertà  – Castelmassa)

Palazzo Crispi Manfredi
Das Herrenhaus aus dem 17.Jh liegt in der Ortschaft Ca’Matte und war ursprünglich im Besitz des Marquis Crispi Manfredi aus Montaldo.

palazzocontiPalazzo Conti
Das Gebäude, was heute als Rathaus dient, geht auf die zweite Hälfte des 17.Jh zurück, als die Adelsfamilie Montecatini aus Ferrara sich dazu entschloß ein Landhaus in Massa Superiore zu bauen. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die vielen Immobilien, die sie im Bezirk von Massa besaßen. Später ging das Gebäude erbschaftsbedingt an den Marquis von Bevilacqua und durch Verkauf dann an die Familie Bresciani.
Im Jahr 1867, nach der Befreiung von der österreichischen Herrschaft, kaufte die Komune von Massa Superiore die Villa, um ihre Büros, die Grundschule und das Telegrafenamt darin unterzubringen. (Piazza Vittorio Veneto – Castelmassa)

 

 

teatrocotogniTeatro Cotogni
Das Theater Cotogni wurde am 23. August 1884 mit der Oper von Rossini: “Il barbiere di Siviglia” (Der Barbier aus Siviglia) unter Teilnahme des außergewöhnlichen und berühmten Baritons Antonio Cotogni eröffnet.
Im Jahr 1984 geschlossen wurde es nach 24 Jahren dann restauriert und umgebaut; es bleibt ein eindrucksvolles Gebäude, das zusammen mit dem Rathaus und der Ex-Villa Bresciani, heute Bank Antonveneta, dem Piazza einen anziehenden, architektonischen Reiz verleiht. (Piazza Vittorio Veneto – Castelmassa) – www.teatrocotogni.it

 

 
Palazzo Bresciani
Der ehemalige Palazzo Bresciani aus dem 17.Jh ist heute Sitz der Bank Antonveneta. (Piazza Vittorio Veneto  – Castelmassa)

 

Geschichte

Castelmassa war in der römischen Epoche eine Raststation, die an der Kreuzung der Via Hatriense und der Via Altinate lag und im Lateinischen “mansio” (Rastplatz) genannt wurde; später wurde Massa Superiore daraus. Der heutige Name wurde der Stadt 1929 gegeben, als sie, wie schon einmal in der Vergangenheit, mit der Komune von Castelnovo Bariano zusammengelegt wurde, von der sie sich aber 1946 trennte. Im Laufe des Mittelalters war sie unter der Herrschaft Ferraras und Estes und gehörte zur Transpadana Ferrarese. Die Herrschaft der Estenesi, die nur durch eine kurze Besatzung durch die Venezianer während des Salzkrieges unterbrochen wurde, hielt sich bis 1597, wo sie an den Kirchenstaat angegliedert wurde. Im 18.Jh gab es einen wirtschaftlichen Aufschwung durch die Bildung des Wasserkonsortiums und die damit verbundenen Arbeiten im Bereich der Trockenlegung des Bodens. Das alles wurde jedoch durch die Überschwemmung des Tartaro, der französischen Invasion und der großen Überschwemmung des Po’s im Jahr 1801 wieder zunichte gemacht. Als Castelmassa während der österreichischen Besatzung an die Provinz Rovigo angegliedert wurde, nahm es aktiv an der Bewegung des Risorgimento teil und trat im Jahr 1866 dem Königreich Italiens bei. Die neuere Geschichte erlebte die großen Bauernproteste und eine massive Emigrationsbewegung, vor allem nach Brasilien.

 

Nützliche Informationen

Pro Loco Castelmassa
Piazza Vittorio Veneto, 1
cell. 340 2212277
e-mail: proloco.castelmassa@libero.it
www.prolococastelmassa.it

 

Veranstaltungen :

Frühlingsmesse
Sie findet am zweiten Juniwochenende (Samstag bis Dienstag) auf dem Piazza der Stadt statt, mit einer großen Kirmes, die den Kleinsten gewidmet ist, mit abendlichen Veranstaltungen für di ganze Familie. Zum Abschluß gibt es am Dienstag ein Konzert, eine Tombola, die von der AVIS veranstaltet wird und ein Feuerwerk mit Musik.

La Notte Bianca (Schlaflose Nacht)
An einem Samstagabend im Juli oder August – auf allen Piazzen der Stadt und ihren Verbindungsstraßen, mit Darbietungen von Straßenkünstlern, Konzerten, Livemusik, Modeschauen, bis spät in die Nacht geöffnete Geschäfte und gastronomische Stände der einheimischen Küche.

Sganzega sotto le stelle (Trubel unter dem Sternenzelt)
Abendveranstaltung am 14.August – Piazza della Libertà
Abendessen mit Lokalgerichten: Wurst-Risotto, frittierte Gnocchi genannt: “Pinzin”, gemischten Aufschnitt, Gemüse, die direkt auf dem Piazza zubereitet und serviert werden und Kuchen, die traditionell von den zahlreichen Teilnehmern mitgebracht werden. Das charakteristische an der Veranstaltung ist eine lange Tafel, die über die gesammte Länge des Piazzas reicht. Es ist ein geselliger Abend, der dazu dienen soll den Geist der Zusammenarbeit und die Identität der Stadt zu fördern und ist allen Bürgen und Nichtbürgern gewidmet.

Fiera di San Martino (Messe von San Martino)
Am zweiten Wochenende im November auf den Straßen und Piazzen der Stadt.
Es gibt eine Kirmes und einen Rundgang über die Straßen der Stadt mit 400 Ständen, der “Mostra mercato altopolesano” (MAAC) (“Messe des Polesanischen Marktes”), einem Messebereich, der den Fahrrädern und Motorrädern gewidmet ist, Ausstellungen einheimischer Künstler, gastronomische Stände einheimischer Gastwirte, sowie   weitere Ausstellungen, die bestimmten Themen gewidmet sind.

Mercatini di Natale (Weihnachtsmarkt)
5 Tage um den 8.Dezember herum – Piazza della Libertà
Weihnachtsmarkt mit für das Trentino typischen Häuschen, gastronomischen, einheimischen Ständen, mit Lichtern und Festbeleuchtung.