Kirchen und Anbetungsstätten

chiesasmallKirche der Geburt der Heiligen Jungfrau Maria und Kapelle des Heiligen Gotthard
Die Kirche geht auf das 18.Jh zurück. In ihrem Kirchenschiff bewahrt sie neben einem wertvollen Leinwandgemälde, das dem Maler Carlo Bononi aus Ferrara zugeordnet wird, eine hölzerne Statue des Heiligen Gotthard, der Wunderkräfte zugesprochen werden. Die Kapelle des Heiligen Gotthard befindet sich im Inneren der Kirche auf der rechten Kirchenschiffsseite. Die Kirche liegt im Zentrum von Bagnolo zwischen dem Piazza des Rathauses und dem kleinen Piazza der Madonna. Auf der Kapelle ist die Statue des Heiligen Gotthard errichtet, ein Werk, das aus dem 16.Jh stammen sollte, was aber auf das 18.Jh zurückgeht, wie die neueste Katalogisierung der Güter der Diözese ergab.
Der Heilige wird stehend, in bischöflichem Gewand und mit einem Buch in der linken Hand dargestellt. Z.Zt. gibt es keine Informationen über die Originalkapelle, es wird aber das Jahr 1674 als Beginn der Restaurierungsarbeiten der Kirche der Geburt der Heiligen Jungfrau Maria zugrunde gelegt, dieser Bauabschnitt gab der Kapelle ihr jetziges Aussehen. Aus dem 19.Jh stammt der Altar, der scheinbar schon 1860 fertiggestellt war. Im Laufe des Jahres 1960 wurde auch die Kapelle des Heiligen Gotthard restauriert.

 

 

Sehenswürdigkeiten

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Rathaus
Der massive, zweistöckige Bau in U-Form ist Sitz der Rathausbüros und geht auf die Jahre vor 1840 zurück; es wurde 1975 komplett restauriert. (Piazza Marconi 159 – Bagnolo di Po)

 

 

 

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Villa Ariosto detta la Barchetta
Die Villa geht auf das 16.Jh zurück und muß ursprünglich in seiner Form den ferraresischen Modellen anderer Villen am Ufer des Po’s nachempfunden worden sein. Sie besteht aus einem zentralen Korpus, der von zwei seitlichen Türmen flankiert wird und gehörte der Familie des Dichters Ludovico Ariosto. (Via Arioste – Bagnolo di Po)

 

 

 

Parco Vallalta
Der Park “Vallalta” ist 1,5 Hektar groß und befindet sich in optimalem Zustand. Er wurde 1994 mit finanzieller Hilfe der EU realisiert. (Via Vallalta sul Tartaro – Bagnolo di Po)

 

Geschichte

Das sogenannte “Bagnolo” war sicherlich aufgrund der Beschaffenheit seines Territoriums in der Vergangenheit weniger gastlich als andere Orte der Polesine. Alle venezianischen und estenesischen Dokumente bezeugen einen Überfluss an Wasser und Sümpfen über lange Zeiträume des Jahres in dieser Gegend. “Balneum”, ein Ort der reich ist an Wasserstellen, wird öfter erwähnt, insbesondere wegen der verschiedenen Überschwemmungen der Flüsse Po, Etsch und Tartaro. Es waren die Trockenlegungen des 15.Jh, die von der Familie Bentivoglio durchgeführt wurden, die die ersten dauerhaften Siedlungen möglich machten, aber noch mehr die des 19.Jh, als die Drainage Pumpen in Betrieb gingen.
Dennoch begann sich ab dem 4.Jh in diesem Gebiet, das im Jahr 938 von Almerico d’Este, dem Marquis von Mantova und dessen Frau Franca der Kirche von Adria geschenkt wurde, eine kleine Ortschaft zu bilden. 998 erscheint der Ort als Besitz des Bischofs Gregorio von Ferrara; 1308 im Besitz von Obizzo III von Este. Uguccione dei Contrari erhielt es als Geschenk im Jahr 1402 von Obizzo d’Este.
1478 schenkte der Herzog Borso d’Este ein Grundstück an Francesco Ariosto, den Onkel von Ludovico Ariosto. Der Vater des Dichters, der Kapitäns – General aus Polesine Niccolò Ariosto, ließ darauf eine Villa mit dem Namen “Barchetta” (Schiffchen) errichten. 1506 ging das Lehen der Familie Contrari an den Herzog Alfonso Trotti aus Ferrara und im Jahr 1560 an den Herzog Cornelio Bentivoglio. 1597 ging es aus Mangel an Erben des estenesichen Hauses an den Kirchenstaat über.
Im 17.Jh wird Bagnolo oft zitiert, wegen der häufigen Überschwemmungen der umliegenden Flüsse: 1647 und 1658 der Po, 1677 die Etsch, im Jahr 1693 und 1742 der Tartaro, 1705 der Mincio und der Castagnaro 1772 und 1796.
1797 ging das Gebiet an die Cisalpine Republik; 1815 wurde es unter der Herrschaft der Österreicher Venedig und der Provinz Rovigo zugeordnet. Später dann im Jahr 1866 wurde es an das Königreich Italien angegliedert.
Die berühmt berüchtigte Überschwemmung 1951, die durch den Deichbruch des Flusses Po entstand, führte zur Entvölkerung des Landes, das ganz auf Landwirtschaft ausgerichtet war; die Bevölkerung zog in Richtung industrialisierterer Gebiete. Heute entschädigen diese mit vielen Opfern dem Wasser entrissenen Ländereien durch ihre Erträge die enormen Anstrengungen der Vergangenheit.

 

Nützliche Informationen

Veranstaltungen : 

Palio delle Contrade
September
Jedes Jahr findet am ersten Samstag des Monats September der “Palio delle Contrade” statt. Die Veranstaltung ist vom Mittelalter inspiriert; fünf Gruppen, die zu den jeweiligen Landesbezirken gehören fordern sich in verschiedenen Geschicklichkeitsspielen heraus.