Kirchen und Anbetungsstätten

chiesaarianoHeilige Maria des Schnee’s (Santa Maria della Neve)
Die Kirche der Heiligen Maria des Schnee’s erhebt sich in Ariano im Polesine mit der Nord-Süd Ausrichtung. Die neoklassische Fassade zeigt im zentralen Teil gepaarte korinthische Säulen, die einen Dreiecksgiebel stützen und zwei rechteckige Flügel, die auch jeweils auf den Seiten auf der gesamten Höhe von dorischen Säulen umschlossen sind und über denen sich Statuen von Heiligen erheben. Drei Türen befinden sich in der Vorderseite: zwei etwas kleinere für die Wochentage und eine zentrale, höhere die von dem bischöflichen, steinernen Wappen gekrönt wird. Auf dem Höhepunkt des großen Giebels erhebt sich die Statue der Madonna. An den Seiten befinden sich im oberen Bereich sechs große, mondförmige Fenster. An den Seiten steht je eine tiefe, polygonale Votiv-Kapelle. Auf der Rückseite hat die halbrunde Altarnische zwei Lancet Fenster mit Rundbögen. In ihrem Inneren enthält die Kirche der Heiligen Maria des Schnee’s die Werke: Die Kreuzigung des ferraresischen Malers Giori und eine Kopie der Madonna mit Kind des Benvenuto Risi von Garofalo, gemalt im Jahr 1518.

 

Kirche des Heiligen Basilio (Chiesa di S.Basilio)
Die Kirche des Heiligen Basilios wurde auf einer antiken Düne im 9.-10. Jh erbaut, zwischen einstmals unerreichbaren Orten, zwischen Wäldern, Tälern und Sandbänken, war es zunächst einmal ein Oratorium. Das erste dokumentierte Zeugnis seiner Existenz geht auf das Jahr 1233 zurück. Unter dem Fußboden bewahrt es die Gräber des 18.Jh.
Die fast komplett neugestaltete Fassade ist nach 1950 auf das primitive Design zurückgebracht worden. Die Kirche wurde in den darauffolgenden Jahren komplett restauriert. Während der Restaurationsarbeiten wurden Teile der Originalkirche wiedergefunden. (San Basilio)

 

Andere Anbetungsstätten
Chiesa di S.Giovanni Evangelista (Ariano nel Polesine)
Chiesa di S. Maria in Punta – Chiesa di Santa Maria del Traghetto
(S. Maria in Punta)
Oratorio ”S. GAETANO“ DI ARIANO
(Ariano nel Polesine)

 

 

Museen

Das Kultur und Tourismuszentrum von S.Basilio (CENTRO TURISTICO CULTURALE DI S. BASILIO) – San Basilio
Im Inneren des Kultur und Tourismuszentrums von S.Basilio werden archäologische Stücke ausgestellt, die während verschiedener Ausgrabungen im Landgut Forzello (Tenuta Forzello) gefunden wurden und die die Wichtigkeit der Archäologie dieser Örtlichkeiten demonstriert und die die Geschichte von San Basilio der Antike dokumentiert.
Die Ausgrabungen haben es erlaubt, Teile eines großen Dorfes zu erforschen, das in den Anfängen des 6.Jh vor Chr. bis zum Ende des 5.Jh vor Chr. von Etruskern, Griechen und Venezianern bewohnt wurde.
Es erhob sich bei dem sogenannten „Po di Copparo“ und war angelehnt an die Küstendünen, in einer strategischen Position, den Handels- und Schiffsverkehr auf dem Fluss und dem Meer zu kontrollieren. Die Wohngebäude aus Holz und Lehm beherbergten Kaufleute und Handwerker aus verschiedenen Herkunftsländern. Güter aus allen Teilen den Mittelmeerraumes, Mittel- und Osteuropa und aus Etrurien strömten hier auf den Markt, um dann sortiert in Richtung der „Valle Padana“ weitergeschickt zu werden.
Im 2.Jh vor Chr. ließen die Römer hier eine wichtige Straße entlanglaufen, „la Popillia“, die von Rimini kommend Richtung Adria verlief. Der Ort wurde Sitz einer Poststation, „la mansio Hadriani“, um den sich Bauernhöfe und vielleicht auch ein Dorf zusammengeballt hatten.
Die Ausgrabungen haben eine Reihe von Hinweisen auf ein großes Landhaus (Villa di campagna) geliefert, das mehrfach restauriert wurde.

>> Besuche die Internetseite des Museums (IT-EN-DE)

 

Geschichte

Der Name Ariano kommt wahrscheinlich von „Atria“, heute Adria, der antiken etruskischen Stadt am Meer, die ihren Namen auch den Lagunen und gleichzeitig dem Adriatischen Meer gegeben hat, (ebenso auch Atri).
Bis zum 10.Jh finden wir Ariano unter dem Namen „Adriano“ (Hadriani oder Radriani), aber auch Atriano, dass im Volksmund während des Mittelalters, nach der Überflutung durch den Ficarolo, der den westlichen Teil der gleichnamigen Insel formte, dann zu Ariano verkürzt wurde; später dann „das österreichische Ariano“ oder „das linke Ariano“ (Ariano linksseitig des Po’s von Goro).
Der wichtigste bewohnte Kern war bis in die römische Epoche auf der Via Popilia angesiedelt und wurde 132 vor Chr vom Konsul Publio Popilio Lenate in der Gegend um den aktuellen Ort San Basilio gegründet.
Erst vor kurzem entdeckte archäologische Funde in Polesine haben Lager von Bernstein aus dem Baltikum ans Tageslicht befördert, die die These unterstützen, das das Hafenzentrum von San Basilio (zusammen mit Atria und Spina) das Ende der Via dell’Ambra (der Bernsteinstraße) sei, die vom Baltikum über die Häfen der durch die Etrusker kontrollierten oberen Adria, bis zu den antiken, griechischen Kolonien reichte und wo man unter anderem mit attischen Keramiken handelte.
La Popilia, oder besser die Popilia-Annia, die Rimini mit Adria verband, war nicht nur eine direkte Verbindung nach Rom sondern auch eine der wichtigsten Straßen des römischen Reiches. Diese Straße blieb auch im Mittelalter wichtig, in der christlichen Zeit, weil sie eine alternative Straße zur „strada Romea“ bot, über die die christlichen Pilger, die sogenannten „Romei“ nach Rom gelangen konnten. Von dem Fall des römischen Reiches bis zum dritten Unabhängigkeitskrieg war die Gemeinde Grenzland und somit Gegenstand von Eroberungen und Gebietsstreitigkeiten.
Die mehrere Jahrhunderte dauernde Herrschaft der Estenesi war von der Verwaltung geprägt, die zusammen mit dem Bischof von Adria ausgeübt wurde, der den päpstlichen Staat repräsentierte, was aber oft zu Kontrast miteinander führte.
Zwei große Gebäudekomplexe, von denen eines ursprünglich von den Estenesi als Magazin verwendet wurde und das andere das architektonisch von diesem inspiriert wurde, umgeben noch heute den Piazza im Herzen der Hauptstadt.

Sehenswürdigkeiten

scaviarcheo_dsc_0134-1Archäologische Ausgrabungen
Etwa 50 m im Inneren des Landguts Forzello sind, dank einer speziellen Abdeckweise, die Reste eines großen architektonischen, paleochristlichen Gebäudekomplexes zu sehen, der durch neue archäologische Ausgrabungen an das Tageslicht gebracht wurde. Er besteht aus einer Kirche in Nähe der achteckigen Taufkapelle und eines kleinen Gräberfeldes mit Gräbern „alla cappuccina“ (Einer Grabbauweise, in denen die Gräber mit Steinplatten überdeckt wurden, die wie ein Zelt aufgestellt waren)

 

 

Fossilien aus den Dünen
Die entlang der östlichen Seite der Straße S.Basilio liegenden Fossilien der Dünen, zeugen von der Linie des ehemaligen Küstenverlaufes des 10. Jhs; dank einer umsichtigen Wiederherstellung des Ambientes bilden sie einen „geosito“ ein Gebiet von geologischer Bedeutung.

Ein Teil der stratigraphischen Analyse und eine illustrierte Lehrtafel geben einen Einblick in sein Inneres.
In Ariano befindet sich der Sitz der Körperschaft des venetianischen Regionalparks des Po-Deltas.

>> Besuchen Sie den Link (IT-EN-DE)

 

Nützliche Informationen

Pro Loco Ariano nel Polesine
Via Verdi, 4 – Ariano nel Polesine
tel. 0426 71158, cell. 346 2136040 
fax 0426 71158
e-mail: proloco.arianopolesine@virgilio.it

Geschehen : 

Festa della Bondiola (Typische Salami aus dem Veneto)
Das Fest der Bondiola findet am 1.Mai (und eventuell sich anschließende Tage) auf dem sich hinter der Kirche befindlichen Piazza  im Stadtzentrum statt.
Auf dem Volksfest mit gastronomischer Ausrichtung werden Produkte serviert, die typisch für das Podelta sind und die vor Ort frisch zubereitet werden. Das wichtigste (aber nicht einzige) Hauptgericht ist „la bondiola“ und wird in Zusammenarbeit mit den örtlichen, städtischen Vereinen der A.V.I.S. und A.I.D.O. und anderen Freiwilligenverbänden zubereitet, wobei die Einnahmen den Wohltätigkeitsorganisationen zukommen.

Die Kirchweih des S.Basilio
Das Volksfest des Hl. Basilio findet vom 13. – 14. Juni in S.Basilio
Das Volksfest des Hl. Basilio findet vom 13. – 14. Juni in S.Basilio statt und ist eingebettet in den wunderschönen Rahmen des Po – Deltas, in dem es die Möglichkeit von geführten Besichtigungen der archäologischen Ausgrabungsstätte, des archäologischen Museums und der tausendjährigen, romanischen Kirche mit ihren Sarkophagen gibt. Es ist ein Volksfest mit Tänzen, Liedern und Kostproben der lokalen Produkte. In der Nacht vom 14. – 15. Juni endet das Fest mit einem großen Feuerwerk.

Der Arianesische August

August
Im August finden in Ariano des Polesine auf dem Piazza Garibaldi und auf den Straßen der Innenstadt, musikalische Aufführungen mit großen Orchestern und  Tanzmöglichkeit statt, sowie ein internationales Motorradtreffen, dass vom Motorradclub Ariano Polesine organisiert wird. Zum Abschluss gibt es eine reichhaltige Verlosung und ein großes Feuerwerk.



Brückenfest auf der Eisenbrücke „Gemeinsam für das Wachstum der beiden Arianos“
September

Im September wird auf der historischen Brücke, die die Ufer des Ariano der Polesine mit dem Ufer des Ariano aus Ferrara miteinander verbindet auf der gesamten Länge von etwa 110m eine doppelte Tafel gedeckt, an der ausschließlich lokale Produkte angeboten werden, die vor Ort frisch zubereitet werden. Begleitet wird das Fest durch Live-Musik und viel Fröhlichkeit. In Zusammenarbeit mit den örtlichen, städtischen Vereinen der A.V.I.S. und A.I.D.O. und anderen Freiwilligenverbänden wird das Fest ausgerichtet, wobei die Einnahmen komplett den örtlichen Kindergärten gespendet werden.