Kirchen und Anbetungsstätten

Duomo di Adria  (Dom von Adria)
Der Dom von Adria ist die neue Kathedrale der Heiligen Petrus und Paulus. Das geweihte Bauwerk ist Lehrstuhl des Bistums Adria-Rovigo. Der Bischofssitz befindet sich allerdings in Rovigo, dem auch der Lehrstuhl des Heiligen Stephanus angeschlossen ist.
Der Dom wurde zwischen dem 17. und 18. Jh. auf einem Gebäude des 14. Jh. gebaut, das wiederum seinerseits auf einem noch antikeren errichtet wurde. 1830, während der Ausgrabungen einer alten Mauer der “neuen Kathedrale”, wurden die Reste der Krypta mit byzantinischen Afresken freigelegt, die allerdings 1951 durch die Überschwemmungen beschädigt wurden. Im Inneren wird ein Koptisch-altägyptisches Flachrelief aufbewahrt, dass die Jungfrau und das Kind mit den Erzengeln Gabriel und Michael darstellt. Weiterhin sind dort Holzschränke von J. Piazzetta aus dem 16. Jh. zu finden. (Piazza Garibaldi – Adria)

 

Chiesa di Santa Maria Assunta della Tomba  (Kirche der Heiligen Jungfrau Maria des Grabes)
Die Kirche der Heiligen Jungfrau Maria des Grabes wurde im Laufe der Zeit mehrere Male verändert, bis sie 1718 ihr heutiges Aussehen annahm. Ihr Name scheint von der Nähe eines römischen Grabes zu stammen, das in antiken Schriften „con ad tumbam“ ( in Grabesnähe) genannt wird. Laut Volksmund wurde der alte Turm, der auf dem Leuchtturm eines antiken, römischen Hafens erbaut wurde, 1928 abgerissen, um dem heutigen Platz zu machen. Das läßt sich aus der Innschrift einer im Turmsockel eingemauerten Gedenktafel entnehmen, die aus dem 3.Jh stammt und folgende Innschrift trägt: „Columna haec magna ex parte calce illita rudus anguli nord-ovest est antiqui rmani hadriatici phari vulgo de tumba – 1647“ (Diese Säule, die zu einem großen Teil verputzt ist, ist der Überrest der Nord-West-Ecke des antiken römischen Leuchtturmes der Adria, der allgemein „des Grabes“ genannt wird).
Im Inneren wird ein achteckiges Taufbecken aufbewahrt, das aus dem 17. oder 18.Jh stammt und auf dem der Name Bischof Bono, 3.Bischof des Bistums der Adria ingemeißelt ist.
Außer Gemälden aus dem 15. und 16.Jh befindet sich in der Kapelle ein Tonrelief , auf dem eine „DormitioVirginis“ (schlafende Jungfrau) dargestellt ist und die Michele aus Florenz zugeordnet wird. Sie ist sozusagen die würdevolle kleinere Basilika. (via Bocchi 46 – Adria)

 

Cattedrale Vecchia di San Giovanni  (Kathedrale des Heiligen Johannes)
Die alte Kathedrale des Heiligen Johannes geht etwa auf das 11.Jh. zurück und erhebt sich rechts von dem Gebäude der Neuen Kathedrale. Ihre aktuelle Orientierung mit Apsis im Westen, ist dem Original genau entgegengesetzt, da die neue Kathedrale an den Schutzwall der alten angebaut wurde; im Inneren auf der rechten Seite gibt es einen Zugang zur alten Kathedrale. Auf der Südseite öffnet sie sich Richtung Piazzetta Campanile, während im hinteren Bereich in den Dreißiger Jahren eine beachtenswerte und beeindruckende Nachbildung der Grotte von Lourdes errichtet wurde.
Im Inneren der alten Kathedrale befindet sich ein Flachrelief aus Gips, dass die Taufe Jesu darstellt und die Medaillons der Evangelisten, die von Samoggia gestaltet wurden. Interessant sind auch die Namenslisten der Bischöfe Adrias mit ihren jeweiligen Wappen, die der Länge nach an den Seitenwänden angeordnet sind. Unter der alten Kathedrale des Heiligen Johannes hat das Hochmittelalter ein wichtiges Zeichen der christlichen Präsenz in dieser Stadt hinterlassen: durch die sichtbaren Reste einer halbförmigen Krypta, die von einigen auf das 5.- 6. Jh. zurückdatiert werden und mit eindeutig byzantinischen Freskenmalereien ausgestattet wurde, auf denen die Apostel zu sehen sind. In der näheren Umgebung sind mit Sicherheit noch mehr frühchristliche Spuren zu finden, allerdings ist es nicht einfach Nachforschungen anzustellen, da mit der Zeit so viele Gebäude in diesem Gebiet gebaut wurden, sodaß die Spuren fast alle zugedeckt wurden. (Piazza A. Mario 12 – Adria)

 

Weitere Anbetungsstätten

Chiesa dedicata a Maria Mediatrice di Grazia Patrona degli autisti (Strada Statale Adria – Rovigo 66 – Valliera)
Chiesa della Beata Vergine del Carmine (via Rodella – Cà Emo)
Chiesa della Beata Vergine della Pace (via Pisacane– Cavanella Po)
Chiesa della Beata Vergine delle Grazie (via Arginelli 101 – Fasana)
Chiesa di Nostro Signor Gesù Cristo Divin Lavoratore (via Po 29 – Adria)
Chiesa di S. Andrea (riviera S.Andrea 4 – Adria)
Chiesa di S.Francesco d’Assisi (Piazza della Libertà – Bottrighe)
Chiesa di S.Giacomo (Piazza S.Giacomo – Bellombra)
Chiesa di S.Nicola (Piazzetta S.Nicola – Adria)
Chiesa di S.Vigilio Vescovo Martire (via E.Filiberto 12 – Adria)
Chiesa di S.Giorgio (Piazza S. Giorgio – Mazzorno Sinistro)
Chiesa parrocchiale di S.Giuseppe (Piazza Einaudi – Baricetta)
Oratorio dei SS. Faustino e Giuditta (Loc. Smergoncino  – Cavanella Po)

 

Museen

Das Archäologische Nazionalmuseum von Adria

MUSEO ARCHEOLOGICO NAZIONALE DI ADRIA (RO).Le sale della sezione estrusca.Foto di N. Orietti per www.archeoveneto.it

 

Das Archäologische Nazionalmuseum von Adria:  der ursprüngliche Kern der aktuellen Ausstellung des Adriamuseums besteht aus Sammlerstücken, die in den Jahren von einigen Familienmitgliedern der Familie Bocchi , besonders von Francesco Girolamo Bocchi, ab Ende des 17Jh. zusammengetragen wurden. Aktuell werden wichtige Fundstücke aus der etruskischen und römischen Epoche aufbewahrt, die ein Zeugnis davon sind, wie der Handel in dieser Stadt, die am Meer und in der Nähe eines der Hauptarme des Po’s lag, blühte. Hingewiesen wird auf zahlreiche Objekte aus Glas, die, sei es aus den nahegelegenen Siedlungen, sei es aus orientalischen Importen stammen. Von besonderem Interesse ist ein Eisenwagen, der zusammen mit den Skletten dreier Pferde im Grab eines Keltischen Kriegers aus dem 4.Jh vor Chr. gefunden wurde. Das Museum beherbergt eine Abteilung, die den Fundstücken der etruskischen und römischen Epoche gewidmet ist und die in San Basilio in der Comune von Adria Polesine gefunden wurden. Weiterhin ist das nazionale Adriamuseum Sitz von Ausstellungen und Konferenzen von internationaler Bedeutung.

INFORMATIONEN
Via Badini, n. 59  – Adria

ÖFFNUNGSZEITEN : 8.30-19.30
Ganzjährig geöffnet außer an folgenden Feiertagen: Weihnachten, Silvester, 1° Maggio

Eintrittskarten
4 € für Besucher von 25 bis 65 Jahren

2 € für Besucher von 18 bis 25 Jahren

Kostenloser Eintritt für Besucher unter 18 und über 65 Jahren.

 >> Besuchen Sie die Homepage des Museums (IT-EN-DE)

 

Museum der Kathedrale

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Das Museum der Kathedrale Adrias ist auf dem Piazzetta Campanile gelegen, neben der Kirche “Cattedrale si SS. Pietro e Paolo Apostoli” und wurde 2015 eingeweiht, um die heiligen Gegenstände, die bei den feierliche, liturgischen Funktionen der Kathedrale benutzt wurden, sowie Skulpturen und Gemälde, die von ihrem früheren Aufbewahrungsort entfernt in schwer einsehbaren Depots und der Sakristai lagerten, auszustellen.
Die Verteilung der Werke im Inneren des Gebäudekomplexes, das das Museum beherbergt ist so durchdacht, dass es dem Besucher erlaubt, den künstlerischen Geschmack der jeweiligen ausgestellten Epoche voll auszukosten.
Durch die “Mauer der Zeit”, die virtuell und interaktiv ist, wird es möglich gemacht die Geschichte der Kathedrale kennenzulernen. Der erste Saal ist antiken Quellkodes und Dokumenten gewidmet, die alle an einem Ort vereint sind, um Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Beleuchtung besser kontrollieren zu können.
Über die Hälfte des Schatzes besteht aus Gegenständen, die Bischöfen gehörten: wie z.B. mit Stickereien und orientalischen Perlen verzierte Mitren, dem wunderschönen und feinziselliertem Kelch. Skulturen, antiphonalen Miniaturen, Reliquien und verschiedene andere Kunstwerke vervollständigen den interessanten Rundgang durch das Museum.

INFORMATIONEN
Piazzetta Campanile – Adria

ÖFFNUNGSZEITEN
Mittwoch und Samstag 10:00 – 12:00

>> Besuchen Sie die Homepage des Museums (IT)

 

Geschichte

Laut einiger Historiker handelt es sich bei der Stadt Adria um die letzte syrakusanische Stadt, die dem adriatischen Meer seinen Namen gab. Die ersten Hinweise auf eine Besiedlung des Gebietes der jetzigen Stadt Adria, gehen auf das 10-6.Jh. vor Chr. zurück, als die Venezianer Pfahlbauten auf dem dortigen Moorboden bauten, das zu dieser Zeit am Meer lag. Anfang des 6.Jh. vor Chr. war Adria eine einfache etruskische Siedlung, die am Fluß Mincio lag, der zu besagter Zeit dort in das Meer mündete und damals dem Verlauf des heutigen “Canale Bianco” folgte, der seinerzeit “Po di Adria” genannt wurde und von einem Herrscher regiert wurde, der wahrscheinlich unter dem Adel ausgewählt wurde. Die Siedlung (Emporium) wurde von den Sirakusern wie Hatria oder Atria während ihrer politischen Ausbreitung gegründet. Die Lagunen, die in der Antike entlang der gesammten nördlichen Küste, vom Po-Delta bis nach Grado gelegen waren, machten die Schiffahrt sicher. Wegen ihrer strategischen Position wurde Adria im Jahre 385 vor Chr. wiedergegründet, als Kolonie des mächtigen Sirusa, im Rahmen der wirtschaftlichen Expansion in der Adria, die von dem sirakusanischen Tyrannen Dionisio il Vecchio vorrangetrieben wurde. Die neuen Kolonien entstanden als Werk der politischen Gegner des Tyrannen, die eine demokratische Regierung gründeten, die in ihrer Heimat ausgetilgt worden war. Zusammen mit Adria wurden Ancona, Issa und andere Städte gegründet. Danach wurde sie Beute der Gallier, Alleierter und Teil des Heeres der sirakusanischen Stadt.
Das fortschreitende Absinken des Flusses Po in seinem Delta, das den Kurs des Po’s veränderte und von der Route Sermide (8. Jh. vor Chr.) die damals bis zum heutigen Ficarolo reichte und sich dann gegen Süden wandte, entfernte die Stadt vom Meer und machte es immer schwieriger Hafengeschäfte abzuwickeln.
Während der Invasionen der Barbaren hatte der Hafen Adrias schon den größten Teil seiner Bedeutung verloren, übernahm dann aber die neue Rolle als militärische Bastion innerhalb der von der Kirche Roms verwalteten Gebiete. Der endgültige Niedergang des Hafens von Adria kam im Anschluß an die “Rotta della Cucca” (Weitläufige, heftige Überschwemmungen vieler Flüsse innerhalb kürzester Zeit) im Jahre 589, die die Hydrografie des gesamten umliegenden Gebietes drastisch veränderte. Zwischen dem 7. und 8. Jh. wurde Adria ein von Ravenna unabhängiges bischöfliches Lehen. Nach einer kurzen Zeit als Komune, wurde sie ein Besitz von Este, was sie auch während der Expansion der Republika Venedigs blieb. Erst im 16.Jh. übernahm Venedig die Kontrolle, als es gerade mal ein wenig mehr als ein Dorf inmitten eines malariaschwangeren Sumpfes war. Als im 16.Jh. die Arbeiten der Sumpfrückgewinnung in den “Valle Polesane” stattfand, gewann Adria wieder an Wichtigkeit.  Durch die Invasion Napoleon Bonapartes im Jahr 1796 wurde Adria Teil des padovanischen Destrikts. Mit dem Staatsvertrag von “Campoformio” von 1797 kam es unter die Herrschaft des österreichischen Kaiserreiches, im Anschluß an das Friedensabkommen, das mit Napoleon geschlossen wurde und mit der Auflösung der ersten antifranzösischen Koalizion einherging. Mit einem Dekret vom 27.Februar 1798 gaben die Österreicher die vorhergegangenen Rechte, die sie durch die “Serenissima” erhalten hatten zurück und gründeten die Provinz Adria. Nach dem Sieg von Marengo am 14. Juni 1800 kamen die Franzosen zurück. Von 1802 bis 1813 wurde es Teil der Italienischen Republik, das 1805 in das Italienische Reich verwandelt wurde und in den adriatischen Verwaltungsbezirk integriert wurde, mit der Haupstadt Venedig.  Die Invasion Napoleons wurde nicht positiv aufgenommen: während man den Habsburgern mit größerem Wohlwollen begegnete, als sie die Provinz Venedig eroberten.
Nach der Niederlage Napoleons und den daraus folgenden Restaurationen, die vom Wiener Kongress bestimmt worden waren, wurde Adria 1815 in das Lombardisch-Venezianische Reich integriert, unter der Präfektur Rovigos. Die Österreicher, auch wenn sie den Menschen aus Adria nicht immer willkommen waren, verbesserten erheblich die Infrastruktur und die Qualität der Stadt, ersetzten aber häufig in wichtigen Führungspositionen die Italiener mit österreichern Administratoren.

Nützliche Informationen

Pro Loco Adria 
Piazza Bocchi, 1 – Adria
Tel. 0426 21675  Fax: 0426 21675
e-mail: info@prolocoadria.it
www.prolocoadria.it

EVENTI : 

MERCATINO DELL’HOBBISTICA E DELL’ANTIQUARIATO
Ogni secondo sabato del mese (tranne agosto) – Piazze Bocchi e Grotto
Bancarelle varie

MARZO CARNEVALE DEI RAGAZZI – ANTICO CARNEVALE DEL DELTA
Bottrighe
Sfilata di carri allegorici e gruppi mascherati, spettacolo pirotecnico

PROFUMI E SAPORI DI PASQUA
Marzo o aprile – Piazza Garibaldi
Mercatino con prodotti tipici provenienti da varie regioni italiane, artigianato, animazione, cozzo delle uova e rottura delle uova di cioccolato.

1 MAGGIO ADRIA IN FIORE
Piazze e vie del centro
Mostra-Mercato di floricoltura, arredo giardino, artigianato a tema, concorso di poesia e pittura “Dillo con i fiori”, mostre e spettacoli vari.

MERCOLEDI’ D’ESTATE: TEATRO IN PIAZZA
Mercoledì di luglio e agosto – Piazze del Capoluogo e delle frazioni
Rassegna teatrale in dialetto veneto

ADRIA D’ESTATE
Venerdì di luglio e agosto
Ogni venerdì sera spettacoli e attrazioni per le vie della Città con negozi aperti.

CINEMA SOTTO LE STELLE
Luglio e agosto – piazze e parchi del territorio comunale
Proiezione di film dell’ultima stagione cinematografica in piazze e nei parchi del territorio comunale spostandosi tra le diverse frazioni e il centro città.

FIERA DI SAN ROCCO
Agosto -Valliera
Fiera con stand gastronomico e spettacolo pirotecnico

SETTEMBRE ADRIESE
Settembre – ottobre – Piazze del Capoluogo e delle frazioni, Sala Cordella
Eventi e spettacoli, mostre fotografiche, bazar delle bancarelle, festa delle associazioni di volontariato (1^ domenica di settembre)

SU E ZO PER I FOSSI
Ottobre
Gran fondo Mountain Bike – partenza da Corso Mazzini (Adria) con percorso nel Parco del Delta del Po

CONCORSO NAZIONALE DI PITTURA “VIA RUZZINA”
Ottobre
Concorso Nazionale di pittura con esposizione delle opere presso la Fondazione Franceschetti e Di Cola

LE AMERICANE DI VALLIERA
Ottobre – Valliera
Manifestazione volta a promuovere la patata americana di Valliera. Sono previsti spettacoli e degustazioni di prodotti tipici.

PRESEPE SULL’ACQUA
Dall’8 dicembre al 15 gennaio – Canalbianco
Rappresentazione della Sacra famiglia su chiatte poste sul ramo interno del Canalbianco, benedizione e deposizione del Bambino Gesù nel pomeriggio della vigilia di Natale